Die Gewerkschaft GEW und der Sächsische Lehrerverband hatten zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild)
Die Gewerkschaft GEW und der Sächsische Lehrerverband hatten zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild) Bild: Sebastian Kahnert/dpa
Sachsen
Lehrer streiken in Dresden

Sie fordern mehr Geld: Nach Leipzig trifft es jetzt Dresden. Warum die Streikwelle der Lehrer noch längst nicht vorbei ist.

Dresden.

Hunderte Lehrkräfte und Beschäftigte an Schulen haben in Dresden mit einer Kundgebung ein Zeichen in den laufenden Tarifverhandlungen gesetzt. Der Protest richte sich gegen das Ausbleiben eines verhandlungsfähigen Angebots in der laufenden Einkommensrunde, teilte der Sächsische Lehrerverband (SLV) mit. Trotz steigender Belastungen und wachsender Personalprobleme verweigerten die Arbeitgeber weiterhin konkrete Zusagen.

Mindestens 300 Euro mehr gefordert

Die Lehrkräfte im Raum Dresden sind heute ganztägig zum Warnstreik aufgerufen. Zentrale Forderungen sind unter anderem eine lineare Erhöhung der Einkommen um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die dritte Tarifrunde soll am 11. Februar in Potsdam starten.

"Angesichts von immer mehr Aufgaben an den Schulen und dem massiven Lehrkräftemangel müssen zumindest die Löhne mit den Preissteigerungen der letzten Jahre mithalten", sagte Burkhard Naumann, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen, laut einer Mitteilung. Die Streikenden in Dresden hätten deutlich gezeigt, dass sie hinter den Forderungen stehen.

"Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung bestehen noch immer gravierende Unterschiede zwischen Ost und West sowie zwischen Ländern, Bund und Kommunen", sagte Rosi Winkler, SLV-Kreisvorsitzende Riesa-Großenhain, laut Mitteilung. Das betreffe Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, die stufengleiche Höhergruppierung und vermögenswirksame Leistungen.

Weitere Aktionen angekündigt

In der kommenden Woche sind von Montag bis Donnerstag täglich weitere Warnstreiks angekündigt. Den Abschluss bilden eine gemeinsame Demonstration mit Gewerkschaftslandesverbänden aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg in Leipzig sowie eine Kundgebung in Dresden. Zentrale Forderungen sind unter anderem eine lineare Erhöhung der Einkommen um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die dritte Tarifrunde soll am 11. Februar starten. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
10.02.2026
3 min.
Verdi macht mit Warnstreiks in Sachsen vor Tarifrunde Druck
Hunderte Beschäftigte versammelten sich in Leipzig zu einer zentralen Kundgebung im Rahmen der Warnstreiks im öffentlichen Dienst.
Von Leipzig bis ins Vogtland: Warnstreiks beeinträchtigen wieder Unis, Behörden und Bibliotheken. Das fordern die Beschäftigten.
26.01.2026
2 min.
Warnstreik an Schulen im Raum Zwickau
Es gibt einen Warnstreik an Schulen im Raum Zwickau. (Archivbild)
Lehrkräfte im Raum Zwickau folgen dem Aufruf zum ganztägigen Warnstreik. Wie viele Schulen betroffen sind, bleibt zunächst unklar.
16.02.2026
1 min.
Bürger diskutieren: Wird diese Stadt im Erzgebirge wieder zum Dorf?
Über die Zukunft von Olbernhau, hier bei der Aktion „Night of Lights“, soll beim 132. Stadtgespräch diskutiert werden.
Demografischer Wandel in Olbernhau: Die Einwohnerzahl hat sich seit den 1970er-Jahren halbiert. Wie reagiert die Region? Thema beim Stadtgespräch.
Holk Dohle
06:36 Uhr
2 min.
Mix aus Schnee und Regen in Sachsen
Die Temperaturen erreichen maximal vier Grad in Sachsen.
Während es im Bergland weiter schneit, mischt sich im restlichen Teil des Freistaats Regen in den Niederschlag. Dazu gibt es dicke Wolken.
06:23 Uhr
2 min.
Assisi zeigt erstmals Gebeine des Heiligen Franziskus
Der Heilige Franz von Assisi ruht in der Basilika San Francesco. (Archivbild)
Franz von Assisi liegt seit 800 Jahren in seiner Heimatstadt begraben. Bislang bekamen nur wenige seine sterblichen Überreste zu sehen. Jetzt haben sich schon mehr als 350.000 Besucher angemeldet.
16.02.2026
3 min.
Deutschlandticket wieder teurer: So reagieren Fahrgäste in Sachsen
Eine Mitarbeiterin der Chemnitzer Verkehrsbetriebe mit einer Chipkarte für Bus und Bahn. Bei Preiserhöhungen kündigen Kunden ihr Deutschlandticket - aber danach wird es spannend.
Der monatliche Pauschalpreis für den ÖPNV wurde zum zweiten Mal erhöht, es gab Kündigungen. Ist das Deutschlandticket noch attraktiv? So sieht es in der Region aus.
Oliver Hach
Mehr Artikel