Lehrermangel in Südwestsachsen: Nur 251 Bewerber für 352 Stellen

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Die Schulverwaltung hofft auf die Einstellung von landesweit 1100 Lehrern. Allerdings wollen kaum welche in Mangelregionen.

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55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    DS91
    12.06.2020

    @saxon1965

    Interessante Anmerkungen.

    Ich denke das Geld ist da, es wird nur falsch verteilt. Große Konzerne nutzen Schlupflöcher im Steuersystem, die Bundesregierung verhindert in der Europäischen Union deren Schließung. Allein dies würde einiges finanzierbar machen.

  • 4
    0
    saxon1965
    12.06.2020

    @DS91: Natürlich haben sie mit ihren Anmerkungen Recht. Den ländlichen Raum attraktiver machen, die Infrastruktur verbessern und spezielle Anreize schaffen kostet aber nun mal Geld. Also kommen wir wieder zur Verteilung und zu den Prioritäten.
    Dennoch wird es immer Menschen geben, die lieber in der Stadt, als auf dem Land leben. Wer jedoch gerade als Lehrer* das Landleben genießen möchte, aber in die Stadt zum Arbeiten fährt, der sollte sich mal überlegen, ob er jemals in seinem Dorf ankommen wird. Gerade die Atmosphäre in einem Dorf, das Vereinsleben u. ä. Dinge, wo es nicht so stadtanonym zu geht, birgt eine gewisse Lebensqualität.

  • 7
    2
    DS91
    12.06.2020

    @saxon1965

    Da gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht, jedoch sehe ich diese Problematik spezieller. Es mangelt zwar auch an Bewerber, jedoch nur in bestimmten Regionen. Wären diese Regionen besser aufgestellt, würden mehr Menschen in Erwägung ziehen nach West oder Ostsachsen zu kommen.

    Leipzig hat zun Beispiel einen großen Überschuss.

  • 9
    2
    saxon1965
    12.06.2020

    Man kann bei diesem, wie bei vielen anderen Themen, ewig über die Symptome diskutieren. Wir sollten mehr an die Ursachen gehen und diese ändern.
    In allen Bereichen unserer Gesellschaft zieht sich ein roter Faden durch. Es fehlt an Geldern, außer es gilt Banken oder die Wirtschaft zu retten. Das Gegenteil nennt man Gemeinwohlwirtschaft. Natürlich muss sich Leistung lohnen. Ohne ein Mehr und Besser können sich nur die wenigsten Menschen motivieren. Dennoch kann man zum ausgesprochenen Ziel, das Wohl der Allgemeinheit definieren.
    Dass es bei Weitem nicht so ist, beweisen solche und ähnliche Artikel bzw. Baustellen in unserer Gesellschaft und der Fakt, dass Einzelne immer reicher werden, während die Gesellschaft nur Mittelmaß ist.
    Klar, schlechtere Beispiele gibt es immer. Aber wollen wir unsere Gesellschaft weiterentwickeln oder dieser ganzen Misere nur weiter zu sehen?

  • 28
    3
    DS91
    12.06.2020

    Ursache: verfehlte Entwicklungspolitik für Westsachsen. Es kommt nicht von ungefähr das Dresden und Leipzig einen Überschuss an Lehrer verbuchen. Im Endeffekt stehen wir ähnlich schlecht da wie die Lausitz. Regionen in Sachsen (und sogar die Großstadt Chemnitz) wurde zugunsten von Leipzig und Dresden vergessen. Es würde mich nicht wundern wenn Görlitz sogar schneller an das Fernverkehrsnetz der Bahn angeschlossen wird. Große staatliche Behörden oder Landesinstitutionen findet man ebenfalls fast nur in Dresden oder Leipzig.

    Wenn sich die Region Westsachsen mit Ihren Oberzentrum positiv entwickeln soll muss die Landesregierung handeln! Ähnlich wie in der Lausitz!! Westsachsen ist von einem extrem großen Strukturwandel betroffen, Automobilhersteller und die Zulieferer werden in 10 Jahren nicht mehr den wirtschaftlichen Erfolg der Region sichern können!!

    Erster und wichtigster Schritt für unsere Region sind die Hochschulen! Diese müssen weiterentwickelt und gestärkt werden!
    Neue große Forschungseinrichtungen sind nötig.

    Und eine bessere Bahnanbindung, damit meine ich einen massiven Ausbau und nicht nur 2 bessere regionale Linien!

    Zusätzlich müssen große Bundesbehörden und andere Institutionen(zb.Landesbank die Industrieholding für Sachsen oder ähnliches )in der Region angesiedelt werden!

    Die weichen müssen HEUTE gestellt werden!