Leipzig: Esken bedauert Interpretation ihrer Äußerung

Berlin (dpa) - Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat ihre Äußerung zur Polizeitaktik beim Silvestereinsatz in Leipzig konkretisiert, die teils als Kritik an den Beamten aufgefasst worden war. Inhaltlich rückte sie davon aber nicht ab. «Es geht mir nicht darum, Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zu kritisieren in ihrem Handeln», sagte sie am Freitagabend im ZDF. «Dann sage ich, dass mir das leid tut, dass so eine Interpretation natürlich vollkommen falsch ist.» Es gehe ihr darum, in Frage zu stellen, ob es genug Polizisten gegeben habe und ob deren Vorgehensweise richtig gewesen sei - etwa hinsichtlich der Frage, «an welchen Ort begibt man sich und wie geht man mit der Eskalation um».

Bei dem Einsatz in dem alternativen Stadtteil Connewitz war ein Polizist schwer am Kopf verletzt worden, nach Einschätzung der Ermittler von Linksextremisten. Er wurde operiert, konnte das Krankenhaus am Freitag aber wieder verlassen. Unter anderem Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte nach Eskens Äußerung dazu geraten, eher über die Gewalttäter zu reden: «Die muss man politisch, medial und mit Polizei und Justiz bekämpfen, statt aus der Ferne über die Strategie der Polizei zu schlaumeiern.»

2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 9
    0
    Friesner
    04.01.2020

    Kritik wäre als erstes bei denen angebracht, die sich zu Straftaten verabreden. Nicht aber bei denen, die für Sicherheit und Ordnung sorgen. Die neue Version der Geschichte ist ebenso ungenügend, setzen!

  • 9
    0
    Urlaub2020
    04.01.2020

    Warum können unsere Politiker nicht einmal zu Ihren Wort stehen ? Gesagt ist gesagt und wird dadurch nicht besser wenn die ihr eigenes Wort umdrehen.



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