Leipzigs Oberbürgermeister verurteilt Angriff auf Westwerk

Leipzig (dpa/sn) - Nach dem Angriff auf das Leipziger Westwerk in der Nacht zum Donnerstag hat Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) die Tat verurteilt. «Wer Steine wirft, der verschließt sich jeder Debatte und handelt kriminell», sagte er am Freitag in Leipzig.

Unbekannte hatten in der Nacht zu Donnerstag 52 Scheiben des Leipziger Westwerkes, einer historischen Industriehalle, zerstört und eine übelriechende Flüssigkeit in eine Halle hinter einer Glasfront geschüttet. Kurz zuvor war im Gebäudekomplex ein Supermarkt eröffnet worden.

Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen geht von einer linksextremistisch motivierten Tat aus. Grund für die Annahme sei ein Bekennerschreiben, das am Donnerstag auf dem linken Internetportal Indymedia aufgetaucht war, teilte das LKA am Freitag mit. In dem anonymen Schreiben wird eine Gentrifizierung des Viertels als Grund für den Angriff auf den Supermarkt genannt.

«Eine wachsende Stadt verändert sich permanent. Leipzig ist die am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands, viele Menschen profitieren davon, denn mit dem Wachstum kommen auch Tausende neue Arbeitsplätze in die Stadt. Sich dieser Veränderung zu verschließen und mit Gewalt zu reagieren, ist kurzsichtig und falsch», sagte Jung.

Der Oberbürgermeister fügte hinzu, er halte einen Austausch über die Stadtentwicklung sowie einen Konsens darüber für nötig. Den damit verbundenen Maßnahmen zum Erhalt und Bau bezahlbaren Wohnens hätten die Steinewerfer allerdings einen Bärendienst erwiesen.

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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    2
    Hinterfragt
    13.04.2019

    Was man sich so aufregt?
    Man küngelt doch seit paar Jahren ganz gern mit der Antifa ....
    Sollt sich das langsam rächen ...

  • 4
    2
    Interessierte
    13.04.2019

    «Eine wachsende Stadt verändert sich permanent. Leipzig ist die am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands, viele Menschen profitieren davon, denn mit dem Wachstum - kommen auch Tausende neue Arbeitsplätze in die Stadt …
    ( ist das nicht genau umgedreht ???

    " In dem anonymen Schreiben wird eine ´Gentrifizierung` des Viertels als Grund für den Angriff auf den Supermarkt genannt ...
    Als Gentrifizierung ...
    Strukturwandel großstädtischer Viertel durch eine Attraktivitätssteigerung für ´zahlungskräftigere` Eigentümer und Mieter als vorher und deren anschließenden Zuzug.
    Damit verbunden ist der Austausch ganzer Bevölkerungsgruppen.
    ( das sollte man sich wohl auch nicht bieten lassen ……...



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