«Lifeline»-Retter aus Ostdeutschland harren auf Malta aus

Valletta/Magdeburg (dpa/sa) - Auf dem Rettungsschiff «Lifeline» im Hafen von Malta warten auch Freiwillige aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf weitere Einsätze für in Seenot geratene Flüchtlinge. «Es ist sehr frustrierend, hier festzusitzen», sagte Neeske Beckmann, die in Leipzig und Magdeburg studiert hat. Das Schiff sei einsatzbereit und gut in Schuss, die Crew vollständig. «Ein paar Seemeilen weiter ertrinken Menschen. Man lässt sie absichtlich ertrinken, indem man uns mit Vorwänden festhält», sagte Beckmann. «Wir sehen das als politischen Prozess, hinter dem die Abschottungspolitik Europas steht.»

Die «Lifeline» der in Dresden ansässigen Hilfsorganisation Mission Lifeline war fast eine Woche auf dem Meer blockiert, nachdem sie rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Erst nach der Vereinbarung, dass die Migranten unter EU-Ländern aufgeteilt werden, erlaubte Malta die Einfahrt in einen Hafen. Der Kapitän muss sich vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, das Schiff ohne ordnungsgemäße Registrierung in maltesische Gewässer gesteuert zu haben.

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