Linke-Chef Gebhardt: Pegida-Krawalle von Polizei geduldet

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Linke-Partei- und Fraktionschef Rico Gebhardt hat der Polizei vorgeworfen, Pegida-Anhängern bei ihren Krawallen während des Einheitsfestes faktisch «assistiert» zu haben. Während mit linken Demonstranten teils unverhältnismäßig umgegangen worden sei, habe die Polizei Pegida «geduldet, genehmigt und teilweise sogar technisch unterstützt», sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Von Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Innenminister Markus Ulbig (beide CDU) forderte er die «klare Ansage» an die Sicherheitsbehörden, «dass so Versammlungsfreiheit in der Demokratie nicht aussieht.»

Es sei nicht hinnehmbar, dass rechte Pöbler am Montag an allen symbolträchtigen Orten der Stadt den friedlichen Ablauf der Feiern hätten behindern und «Hass-Spaliere» bilden können. «Diese Bilder aus Dresden rund um den 3. Oktober 2016 sind ein Skandal.» Von den Sicherheitsbehörden forderte Gebhardt eine selbstkritische Aufarbeitung des Einsatzes.

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