Linke-Chefin sieht keine Grundlage für Bündnis mit der CDU

Hoyerswerda (dpa/sn) - Die sächsische Linke-Chefin Antje Feiks sieht keine Grundlage für ein «schwarz-dunkelrotes» Bündnis mit der Union im Freistaat. «Wieso sollten ausgerechnet wir uns nach einer Landtagswahl mit der CDU ins koalitionäre Bett legen», erklärte die 39-Jährige am Samstag auf einem Landesparteitag in Hoyerswerda. Jahrelang habe die CDU Forderungen der Linken ignoriert und die Partei beschimpft. «Was uns begegnet, ist die pure Ignoranz. Das ist keine Basis für eine Zusammenarbeit.»

Ein Bündnis zwischen CDU und Linken war vom schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) ins Spiel gebracht worden. Die Sachsen-CDU lehnte das ab, könnte aber nach der Landtagswahl am 1. September 2019 auf die Linken angewiesen sein. Nach einer aktuellen Umfrage reicht es derzeit weder für eine Fortsetzung der Koalition mit der SPD als auch für ein Dreierbündnis mit Grünen oder FDP. Beide müssten erstmal den Sprung in den Landtag schaffen.

Feiks ging auch auf den Fall der Fälle ein. «Wenn es nach der Landtagswahl nicht möglich ist, eine stabile Mehrheitsregierung ohne AfD zu bilden, werden wir uns mit allen demokratischen Kräften an einen Tisch setzen, und uns möglicherweise über eine Minderheitsregierung oder andere Modelle unterhalten.» Man werde dieses Land «nicht den Faschisten herschenken». Ein «Weiter so» werde es mit den Linken aber nicht geben.

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1Kommentare
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  • 4
    0
    franzudo2013
    25.08.2018

    Statt auf andere zu zeigen, waere die Positionierung zu Wagenknecht von Interesse und sicher auch massgebend fuer die Zukunft der Linken in Sachsen. Wenn aus den internationalen Sozialisten jetzt nationale Sozialisten werden, brauchen die Linken keine AFD. Sie können alle relevanten Debatten innerparteilich führen.



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