Linke fordern härteres Vorgehen gegen Rechtsextremisten

Dresden/Chemnitz (dpa/sn) - Nach der Festnahme mutmaßlicher Rechtsterroristen aus der Chemnitzer Szene haben die Linken ein härteres Vorgehen gegen Rechtsextreme gefordert. «Dass die neue Zelle in Chemnitz entstanden ist, zeigt auch, welche Ausmaße die rassistische Radikalisierung vor Ort angenommen hat - und dass die Gefahr neonazistischer Gewalt hochpräsent ist», erklärte die sächsische Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz am Montag. Das sei ein Warnsignal auch für die Politik. Nach allerlei unsachlichen Beschwichtigungen sei es an der Zeit, bei der Zurückdrängung der extremen Rechten «endlich eine andere Gangart an den Tag zu legen».

Die Bundesanwaltschaft hatte am Montag in Sachsen und Bayern sechs Männer wegen des Verdachts der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung festnehmen lassen. Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, sind sie unter anderem dringend verdächtig, gemeinsam mit dem 31-jährigen Christian K. eine rechtsterroristische Vereinigung namens «Revolution Chemnitz» gegründet zu haben. Christian K. war bereits am 14. September wegen besonders schweren Landfriedensbruchs festgenommen worden und befindet sich seither in Untersuchungshaft.

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