Linke fordert von Kretschmer Korrektur seiner Aussage

Dresden (dpa/sn) - Nach einem ZDF-Beitrag über den Polizeibericht zu den Ausschreitungen in Chemnitz fordern die sächsischen Linken vom Ministerpräsidenten eine Korrektur seiner «Hetzjagd»-Aussage. Der Polizeibericht zu den Ausschreitungen in Chemnitz sei eindeutig, sagte Silvio Lang, stellvertretender Landesvorsitzender der Linken am Mittwoch. «Michael Kretschmer hat im Landtag die Unwahrheit gesagt. [...] Auf jeden Fall muss er seine Aussagen revidieren!»

Kretschmer (CDU) hatte bei seiner Regierungserklärung vor rund einer Woche zu Chemnitz gesagt: «Klar ist: Es gab keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome.» Damit hatte er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) widersprochen.

Am Dienstag hatte das ZDF bei «Frontal21» aus Polizeiberichten zitiert. Beispielsweise heißt es darin laut ZDF für den 27. August um 21.42: «100 vermummte Personen (rechts) suchen Ausländer.» Bundeskanzlerin Merkel rief am Mittwoch im Bundestag dazu auf, sich nicht weiter über Begriffe zu streiten. «Begriffliche Auseinandersetzungen, ob es jetzt Hetze oder Hetzjagd ist, helfen uns wirklich nicht weiter», sagte sie.

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