Linke rufen zum Protest gegen Großübung des US-Militärs auf

Dresden (dpa/sn) - Die Linken im Sächsischen Landtag haben zum friedlichen Protest gegen das kommende Woche beginnende Manöver «Defender Europe 2020» des US-Militärs aufgerufen. «Diese Großübung ist eine Provokation gegenüber Russland und Ausdruck eines falschen Feindbildes und massiver Geld- und Ressourcenverschwendung», erklärte die aus der Lausitz stammende Abgeordnete Antonia Mertsching am Mittwoch in Dresden. Die Zeiten von Abschreckung als Form von Sicherheitspolitik seien vorbei.

Mertsching forderte die Landesregierung auf, bei der Bundesregierung auf die Einhaltung des 1990 geschlossenen Zwei-plus- Vier-Vertrages hinzuwirken. Die sächsische Regierung müsse sich dafür einzusetzen, «dass die fortgesetzte Nutzung des Territoriums des Freistaates Sachsen als Aufmarsch- und Übungsgebiet von NATO-Streitkräften gegen Russland wirksam unterbunden wird». Die Bundeswehr sollte sich mit ihrem Truppenübungsplatz Oberlausitz und ihrer Kaserne in Frankenberg nicht an der Übung beteiligen.

Bei dem Manöver handelt es sich um die größte Truppenverlegung der USA nach Europa seit 25 Jahren. Die ersten Transporte beginnen in der kommenden Woche. Der Großteil der Konvois, mit denen Tausende Soldaten samt Material und Fahrzeugen nach Osteuropa gebracht werden sollen, ist für Ende Februar und Anfang März geplant. Im Rahmen der Großübung sollen testweise rund 20 000 Soldaten von den USA quer durch Deutschland nach Osteuropa verlegt werden.

11Kommentare
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    saxon1965
    16.01.2020

    @ kartracer: Tja, Frieden ist eben nicht mehr das höchste Gut. Dazu haben wir anscheinend schon zu lange Frieden und die Augenzeugen sind fast ausgestorben. Kriegsbilder aus anderen Ländern schauen aus wie die am heimischen PC beim Ballerspiel und leider fehlt es hier und da (teilweise unverschuldet) an Bildung.
    Aber vielleicht gehen ja die "Fridays for Future" doch noch auf die Straße gegen den Truppenaufmarsch, wenn sich rum spricht, wie viel CO2 so ein Panzerchen so raus bläst?

  • 3
    1
    kartracer
    16.01.2020

    Hatte ich ganz vergessen, auch ein Anketten auf den Schienen wäre doch mal den Versuch wert!

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    1
    kartracer
    16.01.2020

    Wo sind denn die AKTIVISTEN, Tagebaue zu besetzen ist ja so cool, der Tritt geht ja nur gegen das kleine Bergvolk, auf die Autobahn traut ihr euch wohl nicht??
    Ach ja, dort gibt es ja eine CO² Steuer FREIE unangenehme Vernebelung, das ist selbst den Helden zu viel, von tatsächlichen Konsequenzen ganz zu schweigen

  • 4
    0
    saxon1965
    16.01.2020

    "Bei dem Manöver handelt es sich um die größte Truppenverlegung der USA nach Europa seit 25 Jahren."
    Und das ganz ohne Not oder haben wir schon wieder Kalten Krieg?
    Klar haben wir den und dieses Mal geht es nicht mehr "nur" um zwei konkurrierende politische Systeme. Heut zu Tage geht es mehr denn je um wirtschaftliche Interessen...
    Wie war das doch gleich mit dem Auf (Konjunktur) und Ab (Kriese) im Kapitalistischen System und den Gegenmaßnahmen? Auch wenn es hoffentlich vielleicht nie zu einem III. WK kommen mag, so ist doch das Militär bzw. die Rüstungsindustrie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und die Politik ihr williger Handlanger.

  • 3
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    Freigeist14
    16.01.2020

    Test14007@ ...weil die Grünen staatstragend sein wollen , ihr pazifistisches Erbe seit 1999 entsorgt und glühende Transatlantiker in ihren Reihen haben .Außerdem sind mit Rebecca Harms ,Marieluise Beck und Werner Schulz bekannte Putin - "Gegner" aktiv .

  • 7
    2
    Test141007
    16.01.2020

    Wieder einmal werden Steuergelder ganz massiv gegen das elementarste
    Interesse der Bevölkerung nach Sicherheit und Frieden verpulvert.
    Und wo bleibt der Aufschrei der Umweltverbände und der Grünen gegen diese
    Truppenverlegungen.

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    4
    kartracer
    15.01.2020

    Ich versuch`s noch mal, @acals Vorsicht im Keller, bei Meister Röhricht war es nur ein Irrtum, aber nicht daß die Russen wirklich da sind.
    Ihre geschichtliche Kenntnis bewegt sich aber gewaltig im blinden Tiefflug.

  • 8
    5
    kartracer
    15.01.2020

    Übrigens rechne ich es Fr. Mertsching hoch an, sie spricht genau DAS aus, was der größte Teil der Deutschen denkt und will, nur trauen sich die Meisten nicht, es auszusprechen! Ob nun Links oder sonst wo, RECHT hat sie.

  • 7
    4
    Freigeist14
    15.01.2020

    acals@ mit Grenzverschiebungen in Serbien /Kosovo haben Sie sicher keine Probleme. Schlimm ,wie Russland immer naher näher unsere NATO- Aussengrenze heran gerückt ist .

  • 5
    10
    acals
    15.01.2020

    ... ja doch liebe Linke, und wir halten Grenzverschiebungen in Europa fuer ein nicht hinnehmbares Verbrechen, und ebenso in Europa Krieg zu fuehren und sich feige nicht offen dazu zu bekennen.

    Das Manoever ist eine von vielen Antworten, die wir auch unseren osteuropaeischen Freunden schuldig sind.

  • 11
    7
    Freigeist14
    15.01.2020

    Schön wäre ein Bummelstreik auf der A72 , auf der in den nächsten Tagen wieder unzählige US-Militärfahrzeuge gen Osten rollen .



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