Linke warten für Wende in Sachsen auf ein Zeichen der SPD

Dresden (dpa/sn) - Die Linken werben parteiübergreifend für einen Machtwechsel in Sachsen und warten nun auf ein Zeichen der SPD. Es sei nun an der sächsischen Sozialdemokratie, sich zu verhalten und die gleichbleibende Distanz aufzugeben, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Dudzak am Donnerstag in Dresden: «Will sie sich dafür einsetzen, die bestehenden Verhältnisse im Freistaat zu überwinden und ein anderes, sozialeres, demokratischeres und gerechteres Sachsen zu gestalten? Oder begnügt sie sich damit, im Zweifel wieder die Mehrheitsbeschafferin der CDU zu sein. Ich bin gespannt, welche Signale wir in den kommenden Monaten empfangen werden.»

Anlass der Äußerungen war eine Ankündigung der Grünen. Sie hatten am Mittwoch deutlich gemacht, die Macht der CDU im Freistaat brechen und dabei eine tragende Rolle spielen zu wollen. Nach einer aktuellen Wahlumfrage würden aber derzeit die Stimmenanteile von Linken, SPD und Grünen zusammen nicht für einen Machtwechsel ausreichen. Linke- Parteichefin Antje Feiks hielt unlängst eine Minderheitsregierung im Freistaat für denkbar. Nach der Landtagswahl 2019 werde man wahrscheinlich intensiv darüber nachdenken müssen, wie eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern ist, sagte sie.

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1Kommentare
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  • 2
    2
    Haecker
    09.08.2018

    "Die Linke" fragt die SPD, ob sie sich u.a. für ein "demokratischeres" Sachsen einsetzen will. Wie "demokratisch" will die Linkspartei denn Sachsen haben? So "demokratisch" wie das Land, das sich noch vor 29 Jahren als Deutsche Demokratische Republik bezeichnete? Gemäß dem Online-Auftritt versteht der sächsische Landesverband den "demokratischen Sozialismus" als "anderes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. D.h., die Linkspartei will eine andere Republik.



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