LKA-Mitarbeiter bei Pegida-Demo: DJV fordert Konsequenzen

Berlin (dpa) - Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert Konsequenzen aus den neuesten Erkenntnissen zum Polizeieinsatz gegen ein ZDF-Team in Dresden. Ein Pegida-Sympathisant hatte sich am vergangenen Donnerstag aggressiv gegen Filmaufnahmen gewehrt und sich an die Polizei gewandt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, handelt es sich um einen Mitarbeiter des Landeskriminalamts Sachsen, der im Urlaub an der Demonstration teilgenommen hatte. «Ein Mitarbeiter von Sachsens oberster Sicherheitsbehörde auf Pöbel-Trip bei Pegida?», kommentierte das der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. «Und dann in bester Urlaubsstimmung mal eben die Pressefreiheit aushebeln. Was anderswo zum Slapstick taugt, ist in Sachsen offenbar normal.»

Überall forderte: «Die Vorgänge müssen aufgeklärt werden.» Er habe bereits am Montag den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) und den Innenminister Roland Wöller (CDU) eingeladen, auf dem DJV-Verbandstag am 4. November in Dresden zu dem Vorfall Rede und Antwort zu stehen, bei dem die Polizei das ZDF-Team kontrolliert und etwa eine Dreiviertelstunde festgehalten hatte. «Weder Herr Kretschmer noch Innenminister Wöller haben es bisher für angemessen gehalten, auf die Einladung in irgendeiner Form zu reagieren.» Wer sich der Diskussion entziehe, habe offenbar etwas zu verbergen, sagte Überall.

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