LKA übernimmt Ermittlungen nach Ausschreitungen in Connewitz

Steine und Pyrotechnik werden auf Polizisten geworfen. Nach erneuten Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz ermittelt nun das Landeskriminalamt.

Leipzig/Dresden (dpa/sn) - Nach erneuten Ausschreitungen im Stadtteil Leipzig-Connewitz hat das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) die Untersuchungen übernommen. «Wir ermitteln wegen schweren Landfriedensbruchs», sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag in Dresden. Zu den Ausschreitungen war es am Montag kurz nach einer Demonstration gekommen. Unbekannte warfen Steine, Flaschen und Pyrotechnik in Richtung von Polizisten. Ein Polizeiwagen wurde beschädigt, verletzt wurde niemand, wie die Polizei in Leipzig mitteilte.

Die Polizei nahm die Personalien einer tatverdächtigen 21-Jährigen auf, festgenommen wurde die Frau nicht, so das LKA. Zuvor hatte es eine Demonstration unter dem Motto «Fight for your Future» gegeben, die am Connewitzer Kreuz endete.

Kurz nach Ende der nach Polizeiangaben friedlichen Versammlung heizte sich die Stimmung auf. Rund 80 Menschen sollen sich laut Polizei von der Demonstration abgespaltet haben. Anschließend kam es zu den Ausschreitungen.

Im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. Mitte Mai hatten dort etwa 25 Menschen Baustelleneinrichtungen, Paletten und weitere Gegenstände angezündet. Die Flammen schlugen bis zu fünf Meter hoch. Am 1. Mai waren dort Baustelleneinrichtungen in Flammen aufgegangen.

2Kommentare

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  • 2
    1
    mops0106
    03.06.2020

    Wenn die Antifa als Terrororganisation eingestuft werden würde, müsste nicht nur intensiver ermittelt werden, sondern die Täter könnten auch härter bestraft werden.

  • 3
    1
    klapa
    03.06.2020

    Die Sachsen sind gespannt, ob bei den Ermittlungen etwas herauskommt, oder ob sie unter Bagatelldelikte im Sande verlaufen.