Mehr Menschen bei Wildunfällen in Sachsen verletzt

Wenn Wildtiere die Straße kreuzen, ist das für Autofahrer ein Schreck. Zuletzt stieg die Zahl der Unfälle mit verletzten Menschen im Freistaat. Besonders in Ostsachsen ist das Niveau hoch.

Kamenz (dpa/sn) - Auf Sachsens Straßen sind 2019 mehr Menschen bei Wildunfällen verletzt worden als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt auf Nachfrage mitteilte, wurden von Januar bis Oktober 118 Menschen bei 109 Unfällen verletzt, davon 31 schwer. Eine Person kam bei einem Unfall mit Wild ums Leben.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2018 wurden 114 Menschen im Freistaat bei Wildunfällen verletzt, 20 davon schwer. Ums Leben kam bei Kollisionen mit Wildschweinen und Rehen niemand.

Insgesamt 12 310 Wildunfälle wurden 2018 statistisch erfasst. In den ersten zehn Monaten 2019 waren es 10 890. Die meisten Zusammenstöße mit wilden Tieren ereigneten sich in Ostsachsen: In den Landkreisen Bautzen und Görlitz wurden die meisten Wildunfälle registriert.

Das gilt auch für frühere Jahre. Im Jahr 2013 wurden im gesamten Freistaat 11 140 Wildunfälle registriert, 2014 waren es 11 189. Größtenteils handelte es sich den Angaben des Statistischen Landesamts zufolge um kleinere Unfälle.

Die Polizei rät Autofahrern bei Wild auf oder an der Straße, abzubremsen, zu hupen und das Fernlicht abzublenden. Unfälle, bei denen Menschen verletzt werden, kämen häufig durch Ausweichmanöver zustande, heißt es auf einer Informationsseite der sächsischen Polizei. Die Gefahr sei groß, dass ein Ausweichmanöver an einem Baum endet. Wenn eine Kollision mit Reh oder Wildschwein unvermeidbar ist, sei ein kontrollierter Aufprall besser als unkontrolliertes Ausweichen. Autofahrer sind verpflichtet, einen Wildunfall Polizei oder Jäger zu melden.

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