Mehrere Temperatur-Rekorde am Sonntag in der Region geknackt

Während auf dem Fichtelberg die höchsten Temperaturen an einem 21. Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen wurden, zeigte das Thermometer in einem anderen Ort Temperaturen unter 0 Grad an.

Chemnitz.

In mehreren Orten in der Region sind am Sonntag Temperaturrekorde geknackt worden, teilt der Deutsche Wetterdienst am Abend mit. So wurden auf dem Fichtelberg 12,9 Grad und damit knapp die höchste Februar-Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen (bisheriger Rekord: 12,8/1961). In Altgeringswalde wurde der bisherige Rekord für einen 21. Februar (13,7/2007) weit überschritten: 17,7 Grad wurden hier am Sonntag gemessen. Auch im vogtländischen Treuen war der Tag mit 14,6 Grad deutlich wärmer als der bisherige Spitzenwert von 11,1 Grad (2007). In Lichtentanne im Landkreis Zwickau wurden 17,7 Grad gemessen und ebenfalls der bisherige Rekord für einen 21. Februar geknackt (17,0/1998).

In anderen Teilen der Region hingegen wurden die bisherigen Höchstwerte deutlich unterschritten. So wurden im erzgebirgischen Deutschneudorf Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt gemessen: minus 0,3 Grad, im Vergleich zum bisherigen Tagesrekord von 9,2 Grad (2016). In Marienberg stieg das Thermometer auf 12 Grad (Tagesrekord 18,8/1998).

Das frühlingshafte Wetter setzt sich in der kommenden Woche in Sachsen fort. «Wir erwarten viel Sonne, wenig Wind und keinen Niederschlag bis mindestens Freitag», sagte Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag. In den Nächten und den frühen Morgenstunden sind vor allem in Tallagen aber noch frostige Temperaturen zu erwarten. «Örtlich ist mit Straßenglätte am Morgen zu rechnen, weil das Schmelzwasser gefriert», betonte der Meteorologe. Die Tageshöchsttemperaturen steigen laut DWD in den kommenden Tagen in weiten Teilen des Freistaats auf bis zu 18 Grad. Lediglich in der Oberlausitz sorgt ein kräftiger Südwind für kühlere Luft. Hier werden selten zweistellige Temperaturwerte erwartet. Erst am Freitag wird mit einer Veränderung der Wetterlage gerechnet. Die Bewölkung nimmt zu und es ist mit Regen zu rechnen, in den höheren Lagen fällt voraussichtlich wieder Schnee.

Angesichts des frühlingshaften Wetters hatten die Polizeidirektionen im Freistaat vor dem Wochenende auf die Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung hingewiesen. Vor allem vor einem Besuch der Vogtlandkreises, in Sachsen der Hotspot bei den Neuinfektionen, hatten der Landrat und Polizei abgeraten. Es gelte die 15-Kilometer-Regel, auch für Besucher aus anderen Landkreisen, hatte Landrat Rolf Keil (CDU) betont. «So schön das Vogtland auch ist, Bewohner anderer Landkreise sollen es bitte erst wieder besuchen, wenn es der Infektionsschutz erlaubt», hatte der Zwickauer Polizeipräsident Lutz Rodig hinzugefügt. «Es seien keine Verstöße festgestellt worden» betonte ein Sprecher der Polizeidirektion Zwickau am Sonntag. Es habe aber auch keine Schwerpunktkontrollen gegeben, die Beamten hätten im Rahmen ihrer normalen Streifentätigkeit die Lage beobachtet. Auch die anderen Polizeidirektion vermeldeten ein ruhige Lage und keine Auffälligkeiten. «Es ist viel los, aber die Menschen halten sich an die Abstandsregeln und tragen Masken wo es gefordert ist», betonte ein Sprecher der Leipziger Polizei.

 Frühlingshafte Temperaturen und viel Sonne hatten die Menschen am Wochenende an die frische Luft gelockt. Insbesondere am Dresdner Elbufer flanierten Menschen bei strahlendem Sonnenschein oder verweilten für einen Moment auf den Bänken und genossen die Aussicht. Auch in den zahlreichen Leipziger Parks und rund um die Seen tummelten sich Jogger und Spaziergänger. Kinder genossen einen Ausflug auf die Spielplätze - der Schnee aus den vergangenen Tagen war nahezu komplett weggetaut. Auch in Mittelsachsen waren viele Menschen draußen unterwegs. (dpa/sane)

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