Mehrere Unfälle aufgrund starker Schneefälle in Sachsen

Wegen der starken Schneefälle in der Nacht zu Dienstag hat es in Westsachsen mehrere Unfälle gegeben. Im Erzgebirge fielen zwischen fünf und zehn Zentimeter Neuschnee. Die Polizeidirektion Chemnitz registrierte zwischen Mitternacht und 10 Uhr Vormittag insgesamt 48 Verkehrsunfälle, davon drei mit Personenschaden.

In Marienberg kam ein Peugeot in den Morgenstunden beim Befahren der Zschopauer Straße in einer Linkskurve von der winterglatten Fahrbahn ab und kollidierte mit einem entgegenkommenden Opel. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt 13.000 Euro.

In Brand-Erbisdorf kam ein 48-jähriger Fahrer eines VW auf der Kleinhartmannsdorfer Straße in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Dabei wurde der Beifahrer leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden beziffert sich insgesamt auf etwa 6000 Euro.

Zwischen Gelenau und Burkhardtsdorf gab es einen Stau in beiden Richtungen aufgrund eines Unfalls. Auf der B 283 zwischen Schönheide und Wilzschhaus mussten mehrere umgestürzte Bäume von der Straße geräumt werden. Auf der B174 kam der Berufsverkehr an mehreren Stellen zum Erliegen.

Am Ortsausgang Mauersberg zwischen Mauersberg und Mildenau blockierte ein querstehender Laster die Straße. Auf der S 222 in Bernsbach Richtung Grünhain war ein Lkw in den Seitengraben gerutscht und musste vom Bergungsdienst wieder herrausgezogen werden. 

Auch im Landkreis Mittelsachsen ist der Winterdienst seit den Morgenstunden im Einsatz. Wie André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes, mitteilt, sind in den Meistereien Brand-Erbisdorf und Freiberg zum Beispiel je neun Fahrzeuge unterwegs. Je nach Wetterlage werden sie bis circa 21.30 Uhr fahren. Bei Bedarf könne es auch länger gehen. Zum Stocken kam der Verkehr kurzzeitig zwischen Freiberg und Brand-Erbisdorf wegen Eisbildung. Auf der B 101 in Brand-Erbisdorf blieb ein Lkw wegen der Witterungsverhältnisse liegen. Die Meisterei in Brand-Erbisdorf ist mit einem Transporter unterwegs, der Streugut dabei hat, um bei Bedarf Lkw dabei zu unterstützen freizukommen. Straßensperrungen wegen des Schneefalls waren laut Kaiser nicht notwendig.

Mehrere Lkw blieben am Dienstagmorgen auf der B 173 auf eisglatter Straße liegen. Das sorgte in Oederan sowohl in Richtung Chemnitz als auch in Richtung Freiberg für Behinderungen. Winterliche Straßenverhältnisse auch in Augustusburg: Auf der Staatsstraße zwischen Augustusburg und dem zu Leubsdorf gehörenden Ortsteil Ziegelei kam gegen 9 Uhr ein Auto von der Fahrbahn ab und landete im Graben.

Die Straßenmeisterei Rochlitz spreche von einem normalen Dienst und sei mit fünf Fahrzeugen unterwegs, so das Landratsamt. Die Fahrbahnen sind in der Region feucht und es wird vorbeugend gestreut. Im Bereich der Meisterei Mühlau sind sechs Fahrzeuge im Winterdienst unterwegs. Da die Wetterprognose von einem länger anhaltenden Schneefall bis morgen ausgeht, sind morgen neun Fahrzeuge im Dienst. Derzeit hat der Landkreis über 6000 Tonnen Salz eingelagert, so Kaiser weiter. In Döbeln werde der Winterdienst erst am Nachmittag beziehungsweise Abend aufgenommen. "In diesem Gebiet werden dann vier und morgen fünf Fahrzeuge streuen und räumen. Mit sieben Fahrzeugen werden die Straßen heute durch die Meisterei entsprechend freigehalten", teilte der Sprecher mit. Der Landkreis ist für die technische Unterhaltung eines rund 1600 Kilometer langen Netz an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen zuständig.

Die Wettervorhersage geht für Dienstag weiter von winterlichen Bedingungen aus. Die Polizei warnt vor Schneeglätte in Höhenlagen, mit überfrierender Nässe sei zu rechnen. Ab Mittwoch soll es wieder wärmer werden. (cma/bp/mik)


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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 22
    3
    Tauchsieder
    04.02.2020

    Der Winter kann kommen, wir sind gerüstet.

  • 24
    30
    ths1
    04.02.2020

    Oh jemine, Schnee im Februar. Ist bestimmt der Klimawandel schuld. FFF, hilf!