Mein Freund, der Baum

Der Stadtbaum und der Baum am Wegesrand - sie sind bedroht. Innerhalb von sieben Jahren gab es in Sachsen 38.000 Bäume weniger an den Land- und Bundesstraßen. Für die Innenstädte fehlt eine solche Übersicht. Aber auch hier regiert oft der Kahlschlag. Was auch am Baum-ab-Gesetz liegt.

Chemnitz.

Blätter, die flüstern, Rinde wie uralte Haut ... Zwischen Himmel und Erde sind Bäume sind länger auf dieser Welt als je ein Mensch. Lebensbegleiter. "Als kleines Mädchen kam ich schon zu dir mit all den Kindersorgen. Ich fühlte mich bei dir geborgen und aller Kummer flog davon." So besang einst Doris Nefedov, alias Alexandra, den Baum, ihren Freund aus Kindertagen. Lebensbegleiter - der einer Kettensäge zum Opfer fiel.

Ein Elend, sagt Reiner Amme. Durch die Windschutzscheibe des Autos blickt er auf eine Asphaltwüste, von Mehrgeschossern umschlossen. Feuchter Schnee klatscht auf die Scheibe, klatscht auf Bäume und Sträucher draußen im Innenhof, die irgendwie verloren wirken, von Parkplätzen umzingelt. Ein Elend, wenn man vom Balkon aus auf so eine Asphaltwüste blicken muss, meint Amme. Diese hier liegt in einem Häuserkarree an der Straße der Nationen, doch man findet sie überall in Chemnitz. Und noch anderes Elend, bei genauem Hinsehen.

Reiner Amme ist einer, der sehr genau hinsieht. Schon zu Ostzeiten in Kirche und Ökogruppen engagiert und damit angeeckt: wegen angeblich antisozialistischen Verhaltens. Seit der Wende Mitglied der Chemnitzer Ortsgruppe des BUND, des Bundes für Umwelt und Naturschutz, dort auch Ansprechpartner für Fragen zur Stadtplanung. Stadt und Grün - für Reiner Amme gehört das zusammen, zwingend. Der Mensch, sagt er, müsse doch auf was Grünes sehen. "Die Psyche braucht das." Was Amme sieht in der urbanen Natur: kahlgesägte Grundstücke, Straßen, wo es links und rechts Parkplätze gibt, aber kilometerweit keinen Baum.

"Mein Freund, der Baum, ist tot. Er fiel im frühen Morgenrot." So geht es weiter in Alexandras Lied. An seiner Stelle wachsen Glas und Stein zu Häusern und Mauern. Das ist ein bisschen plakativ, zugegeben. Doch unwahr ist es nicht.

Der Stadtbaum ist eine bedrohte Spezies. Nicht nur in Chemnitz, sondern in ganz Sachsen. Das liegt auch am laschen Baumschutz im Freistaat. 2010 hatte die damals mitregierende FDP durchgesetzt, was Naturschützer das "Baum-ab-Gesetz" nennen: Paragraf 19, Naturschutzgesetz. Auf bebauten Grundstücken stehen Nadel- und Obstbäume seither nicht mehr unter Schutz, auch Pappeln, Birken und Baumweiden nicht - ebenso wenig alle anderen Bäume, deren Stamm weniger als einen Meter im Umfang misst. Grundstücksbesitzer dürfen sie fällen. Genehmigung nicht nötig, Ersatzpflanzung auch nicht. Und weil Landesrecht vorgeht, dürfen Städte und Dörfer keine eigenen, strengeren Regeln für den Baumschutz festlegen.

Und warum das alles? Das Gesetz sollte Bürokratie abbauen: Der Bürger kann die lästige Lärche im Vorgarten umsägen, ohne Papierkram, das entlastet auch die Verwaltung. So die Theorie. Zum Resultat gibt es geteilte Meinungen. Die Bürger seien verunsichert, der Arbeitsaufwand dadurch sogar gestiegen, sagt der Städte- und Gemeindebund.

Mit dem Gesetz hat das Land seinen Gemeinden ein wirksames Werkzeug für den Baumschutz genommen - und noch dazu die Möglichkeit, die Folgen zu überblicken. Kein Fällantrag, keine Kontrolle: Niemand weiß, was wirklich abgeholzt wird vor Eigenheimen, auf Firmengeländen. Hinter den Fassaden der Häuserkarrees. Den Kritikern der laxen Regelung bleiben nur Hochrechnungen, Stichproben, Aufschrei in Einzelfällen - und das Empfinden, dass es lichter geworden ist in den Städten.

Auf seiner Tour durch Chemnitz lotst Reiner Amme über den Kaßberg, vorbei an einem Eckgrundstück. Bis vor einem Jahr etwa stand die Brachfläche voller Bäume, jetzt liegt der Blick frei, über wintergelbem Gras, bis zur Häuserreihe dahinter. "Da wird halt erstmal abgeholzt - und dann guck mer mal, was mer bauen", sagt er trocken, es klingt ein Kopfschütteln mit.

Sie finden harte Worte, die Kritiker. Von einem wüsten Fällen, ohne Sinn und Verstand, spricht Heidi Enderlein, Reiner Ammes Chefin beim BUND in Chemnitz. Fast jede Woche rufen Menschen bei ihr an, die sich über Kettensägenmassaker in Nachbars Garten beschweren. Im Stadtteil Reichenbrand etwa, nächster Halt auf Ammes Tour: Zwischen Neubaublöcken wuchs dort bis vor etwa einem Jahr ein Paradies für Rotkehlchen. Der Eigentümer wollte Platz für Häuser, machte Kleinholz aus der Miniaturwildnis. "Die Nachbarn sind bald durchgedreht", sagt Amme. Da habe jemand Tatsachen geschaffen, obwohl auf unbebauten Grundstücken schärfere Regeln gelten. "Manche denken, sie haben einen Freifahrschein."

Einige Kritiker werden aktiv. In Chemnitz kämpft eine Bürgerinitiative für den Erhalt der Kaßberg-Bäume; die Dresdner Professorin Teresa Merino hat vor ein paar Monaten eine Petition an den sächsischen Landtag gestartet. "Natur macht glücklich!", heißt sie. Mit Ausrufezeichen. 10.000 Unterschriften sollen zusammenkommen, knapp 4000 sind es bisher. Auch so manche Stadtverwaltung wünscht sich in die Zeit vorm Baum-ab-Gesetz zurück, würde gern wieder eigene Regeln aufstellen. Jene auf Landesebene seien den Bürgern schwer zu vermitteln und seien fachlich auch nicht zu begründen, heißt es aus dem Chemnitzer Grünflächenamt. Obstbäume etwa sind auf unbebauten Grundstücken geschützt, auf bebauten aber nicht - außer sie sind Streuobstwiese und als Biotop geschützt.

Da soll einer durchsehen. Zumal Laien ohnehin schwer erkennen, ob sie nun Schwarzpappel oder Eiche unter der Säge haben. Ohne Laub ähneln sich beide, doch ist die Eiche geschützt, die Pappel nicht. Genau das und noch mehr kritisierte 2016 der Naturschutzverein Sächsischer Heimatschutz in einer Denkschrift an Staatsregierung und Landtag. Vergebens, wie auch ein Gesetzentwurf der Grünen im selben Jahr und eine Petition des BUND zwei Jahre zuvor. Sie alle forderten im Wesentlichen eine Rückkehr zur Gesetzeslage vor 2010. Vergebens.

"Die Position der Staatsregierung ist festgefahren", sagt Karl Mannsfeld, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Sächsischer Heimatschutz. Mannsfeld, Jahrgang 1939, seit 1974 Mitglied der DDR-CDU, war mal Staatsminister für Kultus, saß bis 2009 im Landtag. Solange, sagt er, habe er das Baum-ab-Gesetz verhindern können. Kaum war er weg, verkaufte es die CDU, seine Partei, als Zugeständnis an den Juniorpartner FDP. Doch 2014, in der Koalition von SPD und CDU, war ein verschärfter Baumschutz dann kein Thema mehr - obwohl man seinem Verein schriftlich Änderungen in Aussicht gestellt habe, kritisiert Karl Mannsfeld.

Der Gesetzgeber, heißt es dazu aus dem Umweltministerium, habe den Baumschutz abgewogen gegen das Interesse der Grundstückseigentümer, frei über ihr Eigentum verfügen zu können und selbstgepflanzte Bäume auch wieder zu fällen. Flexibilisierung nennt es das Umweltministerium.

Reiner Amme hat dazu eine klare Meinung. "Ich will ja jetzt nicht mit dem Grundgesetz kommen", sagt er, wieder trockenen Sarkasmus in der Stimme. Er tut es dann doch. Paragraf 14: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Und "insbesondere die natürlichen Lebensgrundlagen schonen" - ergänzt die sächsische Staatsverfassung. Doch Amme ist kein Fanatiker, sondern für Augenmaß. Er zeigt durch die Seitenscheibe auf eine Tanne, 40 Jahre alt bestimmt. Sie schmiegt sich an eine Hauswand. "So hat man's gemacht in der DDR", sagt er: Waldbäume in Vorgärten gepflanzt. Die soll man fällen dürfen, wenn sie einem über den Kopf wachsen. Nur eben mit Nachweis, damit jemand den Überblick behält.

Den Überblick wollten auch die Grünen im Landtag, sagt ihr Fraktionsführer Wolfram Günther. Seine Leute wollten Luftbilder von Sachsen vergleichen: vor und nach dem Baum-ab-Gesetz. Partner für die Auswertung an den Unis standen bereit. Doch die Fraktion sollte eine fünfstellige Summe an das Geo-Informationssystem des Landes zahlen - nur für das Bildmaterial. "Das können wir uns nicht leisten", sagt Günther. Keinen Überblick also.

Dabei sind Bäume unverzichtbar im Kampf gegen dreckige Luft, gegen Lärm und Hitze in den Städten. Darin stimmen Entscheidungsträger aller Ebenen mit den Naturschützern überein - auf dem Papier zumindest. Zwei Beispiele? "Wir werden unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten und Anpassungsstrategien entwickeln." Koalitionsvertrag. "Grünflächen sollen Lebensqualität in Städten und Dörfern erhöhen." Landesentwicklungsplan.

Die Realität ist, dass an Sachsens Land- und Bundesstraßen 2017 knapp 38.000 Bäume weniger standen als 2010. Wie es an dem Straßen, in den Parks der Städte aussieht? Schwer zu sagen. Das Land hat keine Übersicht. Der Bestand wird nicht zentral erfasst, Baumschutz obliege den Kommunen, schreibt das Umweltministerium - und das Baum-ab-Gesetz im Hinterkopf, liest sich das fast wie Hohn.

Wer mit Reiner Ammes geschultem Blick durch Chemnitz fährt, sieht zu viele Straßen, die breit sind und kahl. Zwickauer Straße, Steinöde. Das liegt zum einen daran, dass Städte noch immer um Autos herum geplant werden, nicht nur in Chemnitz. Jeder Baum an der Straße kostet Parkplätze oder Fahrbahnfläche. Zum anderen aber kommen unterbesetzte Ämter und Bauhöfe vielerorts schlicht nicht hinterher mit dem Nachpflanzen.

Die meisten Städte pflanzen gerade so viele Bäume, wie sie gefällt haben, sagt Grünen-Politiker Günther. Und die meist in Parks - statt an Straßen, wo ihre Heilkräfte dringender gebraucht würden. Die Straßenbäume, die schon stehen, leiden. Ihr Lebensraum ist einer der härtesten: Die dreckige Luft setzt ihnen zu und Hitze, der Verkehr schüttelt sie durch. Nährstoffe gibt es kaum, dafür pinkelnde Hunde, im Winter Streusalz. Das ist Dauerstress für den Baum, und der macht ihn anfällig für Krankheiten. Falscher Beschnitt verstümmelt ihn, wie auch mangelnder Schutz bei Bauarbeiten oder Verletzungen beim Wiesenmähen. Und derlei Falschbehandlung ist eher Regel als Ausnahme, denn selten nur kümmern sich Fachleute um die Pflege - auch das kritisiert der Verein um Karl Mannsfeld in seiner Denkschrift. Und am Ende jault die Kettensäge.

Kurz: Der Straßenbaum stirbt jung, und das ist fatal, denn die alten sind besonders wertvoll. Eine 100 Jahre alte Buche fischt so viel Kohlendioxid aus der Luft wie 1000 Setzlinge, rechnet der BUND vor.

Was also ist zu tun?

Mehr als die Hälfte des Baumbestandes in Sachsens Städten wächst auf Privatgrundstücken. Städte können Kahlschlag dort nicht auf eigenen Flächen ausgleichen, sie sind auf ihre Bürger angewiesen. Das Baum-ab-Gesetz muss weg, sagt Reiner Amme. "Sonst sägen wir unseren ganzen Freistaat kahl." Grünen-Politiker Bertram stimmt ihm zu. Ein strengerer Schutz würde Bäumen ihre Wertigkeit zurückgeben, sagt er. Der Schritt zurück als Schritt nach vorn. Und auch der kann wohl nur ein erster sein. Karl Mannsfeld, CDUler, Naturfreund, fordert ein Umdenken, vor allem nach einem trockenen Sommer wie 2018.

Umdenken, das bedeutet in letzter Konsequenz: Konzepte für weniger Autos, weniger versiegelte Fläche. Mehr Platz für Grün. Im Herbst sind Landtagswahlen. Bis dahin werde sich nichts mehr tun, sagen die Naturschützer. Und danach? In seiner Denkschrift schlägt Mannsfeld Fördergeld für Grundstückseigentümer vor, die besondere Bäume erhalten; Günther will Geld vom Land für Baumexperten in den Städten. Und Amme sagt, Abgaben für Regenwasser könnten sich auch danach richten, wie viele Bäume und Sträucher jemand in seinem Garten hat.

Alexandras Lied endet, wie es begann: voller Melancholie. "Vielleicht wird es ein Wunder geben, ich werde heimlich darauf warten. Vielleicht blüht vor dem Haus ein Garten und er erwacht zu neuem Leben." Er, das ist ihr gefällter Baum. So melancholisch ist Reiner Amme nicht. Denn es tut sich ja auch was. Letzter Halt: Jenseits der Limbacher Straße liegt ein ehemaliger Güterbahnhof. Die Stadt hat das Gelände gekauft, ein Teil der alten Gebäude soll weg. Eigenheime sollen dort entstehen, aber auch ein Radweg, Fahrradrastplatz und ein Grünstreifen - mit Bäumen.

Bewertung des Artikels: Ø 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen
12Kommentare
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  • 3
    0
    Steuerzahler
    06.02.2019

    Warum sind z. B. auf städtischem Grund die Bäume an der ehemaligen Kaserne Chemnitzer- Ecke Wolgograder Straße verschwunden. Wenn das kein Kahlschlag war! War da einfach nur zu viel Laub im Wege?

  • 3
    3
    SimpleMan
    29.01.2019

    @Malleo Danke. Hatte zu flüchtig gelesen ;-) Aber ich weiß nicht, ob ich es gut finde, wenn der Status von vor 2010 wieder Gesetz werden würde. Als Grundstückseigentümer möchte man weitestgehend selber entscheiden, wie man sein Grundstück pflegt. Auf der anderen Seite fällt mir schon auf, dass leichtfertig, weil unbürokratisch, im Stadtgebiet Bäume gefällt werden. Es verschwindet damit auch ein Stück Lebensqualität. Ich glaube, man sollte den § 19 sächsisches Naturschutzgesetz enger fassen und besonders den 1 m Umfang verringern oder auf schnell wachsende Baumarten beschränken.

  • 3
    2
    Interessierte
    29.01.2019

    Sächsisches Baum-ab-Gesetz
    Kommunen gehen davon aus, dass es einen unkontrollierten Verlust von Stadtgrün gibt ...
    Der BUND will das Baum-ab-Gesetz mit seinen Folgen nicht weiter hinnehmen und hat deshalb eine Petition zur Rücknahme des Gesetzes gestartet. Die gesammelten Unterschriften werden am 26. August 2014 dem Petitionsausschuss übergeben
    ( das war 2014 , was ist denn daraus geworden ?????
    http://www.arboristik.de/baumschutz_bund_sachsen.html

    Schönen Tag noch ...

  • 2
    0
    Malleo
    29.01.2019

    SimpleMan
    Sächs. Naturschutzges. Parag.19 Abs.2 Baum- ab-Gesetz

  • 4
    2
    Interessierte
    29.01.2019

    Hier sieht man das , wie die Stumpen stehen ….
    Aber den Osten kann man ja ´ausrauben` und im Westen macht man die Städte zu grünen Städten ´wunderschön`....

    https://www.bund-leipzig.de/themen-und-projekte/naturschutz/baumschutz/baum-ab-gesetz/
    -
    http://archiv.bund-leipzig.de/fileadmin/bundgruppen/bcmsrgleipzig/Fotos/Themen_und_Projekte/Naturschutz/Baumfotos/Vortrag_Das_saechsische_Baum_ab_Gesetz.pdf

  • 5
    3
    Interessierte
    29.01.2019

    Wo war denn der Herr Amme die letzten 5-10 Jahre , wo sämtliche Pappeln und viele andere Bäume gefällt wurden und die ´blühenden` Sträucher / Frühjahrsblüher auf 30-40-50 cm zurück geschnitten wurden und nun nur noch verholzte Stumpen in der gesamten Stadt stehen , wie kürzlich erst wieder neben dem Imbiss Tietz -PP …

    Und was sagt er denn zu den neuerlichen Plänen ´dieser` Stadt , wo sämtliche Bäume im Stadtinneren gefällt werden sollten und die Plätze bebaut werden sollen , und damit das CO² für uns Bürger verloren geht und somit auch der Blickpunkt/Hingucker für das Auge , sprich ´blühende Landschaften` , was das Leben in einer Stadt erst einmal liebenswert macht ...

    Die Stadt Chemnitz hätte sich mit dem Erbe aus DDR-Zeiten
    lieber als "Grüne Hauptstadt Europas" bewerben sollen , das wäre besser gewesen als der Titel zur "Kulturhauptstadt" https://de.wikipedia.org/wiki/Umwelthauptstadt_Europas

    Die Industriestadt Essen hat das gemacht :
    https://ec.europa.eu/environment/efe/themes/welcome-essen-european-green-capital-2017_de
    https://www.derwesten.de/staedte/essen/umweltverbaende-essen-hat-sich-den-titel-gruene-hauptstadt-erschummelt-id212860959.html

    Und Hamburg auch :
    http://ec.europa.eu/environment/europeangreencapital/wp-content/uploads/2011/04/Hamburg_DE_LowResolution_DE-new1.pdf

  • 3
    4
    SimpleMan
    29.01.2019

    @Malleo " ... zurück zur Gesetzesregelung vor 2010. ..." Welche Gesetze meinen Sie denn?

  • 4
    3
    Steuerzahler
    29.01.2019

    Leider hat man bei der Debatte das Gefühl, dass vor allem diejenigen sich für die Bäume stark machen, die eben nicht in der Verantwortung stehen, also kein Grundstück oder keinen Wald haben und denen die daraus resultierenden Probleme „Wurst“ sind. Schon allein die frühere Praxis und die Probleme und Schikanen der Verwaltung bei der Beantragung von Fällgenehmigungen hält viele Leute davon ab, Bäume zu pflanzen. Über das Eigentum anderer lässt sich halt leicht reden und entscheiden. Jeder Grundstücksbesitzer ist interessiert, sein Grundstück zu gestalten und zu begrünen. Er muss aber auch das Recht haben, daran etwas zu ändern und Belastungen zu reduzieren.

  • 4
    0
    Rossauer
    29.01.2019

    Da kann ich Malleo nur beipflichten. In Dresden hat sich gezeigt das nur der Komerz zählt.

  • 10
    4
    Malleo
    28.01.2019

    Größten Respekt für all jene Menschen, die sich mit Augenmaß und sehr guten Argumenten, die jeder vernünftige Mensch nachvollziehen kann, für den Erhalt und die Neupflanzung von Bäumen einsetzen.
    Ein erster Schritt wurde auch aufgezeigt- zurück zur Gesetzesregelung vor 2010.
    Was hindert die Staatsregierung daran, die doch so nah am Grundrechtsträger ist und alles verstanden hat, das zu tun?
    Wenn es schon einmal nicht um Brüsseler Gesetzesergüsse wie Datenschutz- oder Transportverordnungen geht- selbst da ist man nicht in der Lage, einfachen Menschenverstand walten zu lassen.
    Es macht aber offenbar viel mehr Spaß in hyperventilierten und oft von selbsternannten Experten gespickten Runden, deren Inkompetenz nach wenigen Worten erkennbar ist, über politisch(!) manifestierte und scheinbar in Stein gemeißelte Grenzwerte (Richtwerte sind medizinisch begründet) zu philosophieren als mit einem Federstrich das Baum-ab-Gesetz zu kippen!
    Wenn dann noch über fehlendes Geld zur Erlangung eines Überblickes der vor-nach-Situation in 2010 als Begründung genannt wird, weshalb man sich diesen Überblick nicht schaffen konnte, setzt langsam Schnappatmung ein!
    Wieviel Geld kostete wohl die Kunstschneeaktion 2018 und 2019 beim Event in Dresden?
    Meine Eltern gaben mir einen Rat, im Leben einen Baum zu pflanzen, ein Kind zu zeugen und ein Haus zu bauen.
    Für unsere beiden Enkeltöchter haben wir je einen Baum in Zwickau und Veitshöchheim gepflanzt.

  • 16
    2
    575042
    28.01.2019

    Wenn es um den Schutz von Gehölze geht, sollte man sich zuallererst die großflächige Abholzerei beim Staatsbetrieb Sachsenforst und in den Kommunalwäldern (z.B. im Leipziger Auwald) besonders kritisch ansehen. Auch die staatliche Initiative zur Erschließung der letzten alten Baumbestände in den kleinen Bauernwäldern (neudeutsch "Cluster Holz") ist kein Beitrag für den Gehölzschutz im Speziellen und dem Naturschutz im Allgemeinen. Dagegen sind die Baumfällungen im Innenbereich der sprichwörtliche "Klacks", auch wenn diese natürlich von vielen Menschen im städtischen Raum eher wahrgenommen werden als die Abholzungen im ländlichen Raum.

  • 14
    2
    Einspruch
    28.01.2019

    Was gibt es denn schöneres, als einen alten Baum, der Wind und Wetter trotzt und so richtig schön urig aussieht. Ich kann die Abholzerei auch nicht verstehen.



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