Meuthen beklagt Feindlichkeit gegenüber Ostdeutschen

Jörg Meuthen, Bundesvorsitzender der AfD, spricht auf dem Landesparteitag der AfD Sachsen-Anhalt.

Dessau-Roßlau (dpa/sa) - AfD-Bundeschef Jörg Meuthen hat nach den Debatten rund um die Demonstrationen in Chemnitz eine pauschale Feindlichkeit gegenüber Ostdeutschen beklagt. «Da wird ganz Ostdeutschland, und Sachsen im Besonderen, in Sippenhaft für die in der Tat inakzeptablen und schlimmen Vergehen einiger weniger Vollidioten genommen», sagte er auf einem Landesparteitag der AfD Sachsen-Anhalt am Sonntagnachmittag in Dessau-Roßlau. Er bezog sich auf die Demonstrationen, bei denen Rechtsradikale Hitlergrüße zeigten und zahlreiche Straftaten begingen.

Gleichzeitig rief Meuthen die Landes-AfD minutenlang zu mehr Geschlossenheit auf. Hintergrund sind die jüngsten Querelen um kurzzeitig online veröffentlichte private Nachrichten zwischen Ex-Landeschef André Poggenburg und einer Frau. Poggenburg hatte daraufhin in einem internen AfD-Chat Kritiker in den eigenen Reihen dafür verantwortlich gemacht und davon gesprochen «was für ein Rattenloch eine Partei oder Fraktion überhaupt sein kann».

4Kommentare
👍6👎4 Distelblüte 10.09.2018 @Submain: Ich muss Ihnen widersprechen. Herr Meuthen weint meiner Meinung nach hier dicke Krokodilstränen über etwas, das es so auf breiter Basis nicht gibt. Aber für die AfD ist eine ostdeutsche Wählerschaft viel nützlicher, die sich vom Westen untergebuttert fühlt, und keiner springt ihr bei... nur die AfD. Die natürlich Wähler sucht. Am besten welche, die sich permanent von der Welt enttäuscht sehen. Also werden Gefühle geschürt und Ängste wachgehalten, Vorurteile gepflegt und ein Denken wiederbelebt, das zu Jugendzeiten meiner Oma Staatspolitik war.
👍5👎3 Savo 10.09.2018 @submain: Das stimmt so nicht ganz. Auch Kretschmer und Dulig haben sich klar gegen ein generelles Sachsen-Bashing ausgesprochen. Und das schon vor Wochen. Das Meuthen jetzt damit kommt, ist einzig und allein Kalkül, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
👍3👎1 aussaugerges 10.09.2018 Der Tote Deutsche in Köten wollte nur schlichten.
Laut dpa.
👍4👎8 submain 09.09.2018 Ist schon traurig, dass die AfD die einzige Partei ist, die das Sachsen-Bashing verurteilt. Bei dieser Partei ist das zwar Kalkül, aber die anderen merken noch nichtmal, dass die mit jedem Schweigen und Aussitzen sich immer mehr von dem Bürger entfernen. Die treiben es soweit auf die Spitze, bis man wirklich keine Alternative mehr hat, eine von denen zu wählen.

Das einzig positive an der Sache ist, dass die AfD immer mehr ihr wahres Gesicht zeigt und innerlich total zerstritten ist, weil sie nicht wissen wie se mit den Rechten in ihrer Partei umgehen sollen. Im Grunde zerstört die Partei sich auf langer Sicht selber...
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