Michael Kretschmer: "Mich treibt um, wie lange wir den Stillstand aushalten"

Der Ministerpräsident über den Kampf gegen das Coronavirus in Sachsen

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Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

15Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 10
    0
    CPärchen
    18.03.2020

    Ich erinnere mich noch, wie vor einiger Zeit (zweite Hälfte des vergangenen Jahrzehntes) Notfallrationen für die Bevölkerung empfohlen worden sind. Das war ne Randnotiz in den Medien wert und es wurde belächelt.

    Seien wir ehrlich: selbst vor 4 Wochen hat sich keine Sau dafür interessiert, nur jetzt im Nachhinein fragen viele, warum das oder dies nicht getan worden ist und sind empört. Politiker konzentrieren ihre Ressourcen darauf, was die Bevölkerung bewegt.
    Die medialen Schwerpunkte waren aber Klima und Migranten.

  • 3
    0
    MuellerF
    18.03.2020

    @ralf66: Ein weiteres Problem in Italien war, dass anfangs nur Fälle getestet wurden, bei denen eine Infektion fast sicher war; d.h. Personen, die symptomfrei aber angesteckt waren, konnten das Virus weiterverbreiten, weil die Infektionen nicht erkannt wurden. So schnellten eben die akuten Fallzahlen nach oben. Und natürlich war die Ursache dafür Planlosigkeit bzw. Schlampigkeit der zuständigen Stellen.

  • 2
    2
    ralf66
    17.03.2020

    @MuellerF, Italien Sonderfall, ist auf einer Seite schon richtig, in Italien geht vieles schon über Jahre ziemlich drüber und drunter, aber das hat in erster Linie nichts mit der Ausbreitung eines Virus zu tun, wo an erster Stelle zu sagen ist, es gibt hierfür kein geeignetes Medikament und auch noch keinen Impfstoff um die Weiterverbreitung des Virus sicher und effizient einzudämmen, genau diese Tatsache trifft für Italien und für alle Länder der Welt auch für Deutschland zu.
    Die Ausbreitung, deren Schnelligkeit und die Masse der Menschen die sich mit dem Corona-Virus infizieren werden, hat doch nichts mit dem Zustand des Gesundheitswesens, der Wirtschaft oder Politik der einzelnen Länder zu tun, ob das und die nun gut oder schlecht sind, dass Virus breitet sich trotzdem erst einmal aus wie wir in Deutschland täglich sehen können, obwohl uns jeden Tag gesagt wird, wir hätten ein sehr gutes Gesundheitssystem was gut vorbereitet ist.
    Wie schon gesagt, keine Medikamente, kein Impfstoff, Behandlungsmöglichkeiten eventuell wie bei Grippe, beatmen und überwachen, wie der Patient die Infizierung mit Corona verkraftet, liegt in erster Linie an seinem Gesundheitszustand, am Alter und nicht an erster Stelle am Zustand des Gesundheitswesens, der Wirtschaft oder Politik.
    In dem Fall ist das Gesundheitswesen nur dafür zuständig, wegen fehlender wirksamer Medikamente eine ordentliche Betreuung und Überwachung der Infizierten die schwer erkranken vorzunehmen, hier ist es dann erst wichtig wie das Gesundheitswesen beschaffen ist, ob die Kapazitäten dafür reichen oder nicht und ganz genau ob die Kapazitäten reichen oder nicht, wird sich erst nach dieser Krise sagen lassen, dass ist abhängig von der Ausbreitung, der Anzahl der Infizierten oder während einer starken Belastung, die man jetzt in Italien hat. Ob das italienische Gesundheitssystem schlecht oder gut ist weiß ich nicht, Fakt ist, dass in Italien nach eigenen Angaben von italienischen Wissenschaftlern und Virologen Zeit verschenkt wurde, mit geeigneten Maßnahmen die weitere Ausbreitung einzudämmen und davor warnen diese italienischen Wissenschaftler zum Beispiel Deutschland, diesen Fehler nicht zu machen.
    Ich persönlich bin der Ansicht, dass man auch in Deutschland schon mindestens zwei Wochen mit dem Wissen, dass die Ausbreitung täglich rasant fortschreitet Zeit verschenkt hat, wenigstens mit den Maßnahmen die man jetzt trifft anzufangen, hier haben z. B. die Österreicher und die Tschechen mit bedeutend weniger Infizierten-Zahlen viel schneller gehandelt.
    Ob das Küsschen geben, die liebevolle Umarmung bei der Begrüßung untereinander in Italien mehr verbreitet ist wie in Deutschland, wie Sie zu wissen glauben und dadurch sich in Italien das Virus schneller ausbreiten konnte, glaube ich nicht, bei den Männern denke ich wird's eher nicht so sein, aber beim weiblichen Geschlecht ist doch diese Form der Begrüßung auch in Deutschland zu Feten, Feste und Partys, am Arbeitsplatz, in Schulen oft zu sehen.
    Auch in Deutschland warnen täglich Wissenschaftler und Virologen, dass die Masse, die Höhe, die Größe wie sich das Virus ausbreitet, wie viele Menschen sich infizieren bestimmen wird, ob die Kapazitäten des Gesundheitswesen reichen werden, man sagt klipp und klar schon zwei Wochen lang, die Ausbreitungskette muss unterbrochen werden, tut mir Leid, ich sehe es so, es zeugen einige Äußerungen von Herrn Kretschmer, obwohl ich seine Bedenken in Hinblick auf die Wirtschaft in Sachsen und anderer großer Probleme verstehen kann, im Artikel nicht gerade davon, dass er wie Söder in Bayern ein Macher in dieser schweren Situation ist, er meint noch warten zu können und ob das die starke schnelle Ausbreitung des Virus noch zulässt, dass werden wir sehen.

  • 7
    1
    Einspruch
    17.03.2020

    Hysterie hilft auch nicht. Und hamstern auch nicht ewig.
    An andere denken und sich mal als Gemeinschaft verstehen. Wir stehen erst am Anfang und schon scheren einige aus und flennen. Als ob es nur um deren Leben ginge.

  • 7
    1
    MuellerF
    17.03.2020

    @ralf66: Ich denke, Italien ist wirklich ein Sonderfall: zunächst mal sind dort die Ansteckungsraten viel höher wegen der Alltagskultur der Leute - Küsschen zur Begrüßung sind dort normal, hier eher weniger. Hinzu kommt die viel stärkere Schwächung von deren Wirtschaft durch die Finanzkrise & chaotische Zustände in Politik & Verwaltung. WIr Deutschen meckern zwar gern über Bürokratie & Regulierungswahn in unserem Land, in solchen Situationen wie jetzt sind die aber auch mal vorteilhaft.

    Noch ein paar "fun facts" am Rande: Auf meiner Einkaufstour in der Innenstadt, waren überall Klopapier, Küchenrolle, Milch & Kartoffeln ausverkauft.Muss wohl mal zu Selgros oder Metro diese Woche.

  • 7
    9
    ralf66
    17.03.2020

    Also die hier so kräftig rote Daumen vergeben, sind entweder die Vertreter der sorglosen und nachlässigen Spaßgesellschaft, welche die sich mit dem derzeitigen Geschehen nur einseitig und halbherzig befassen, oder Verantwortungsträger, die sich hier in der Kritik sehen, sich der Notlage und ihren eigentlich notwendigen Reglungen und Vorkehrungen nur halbherzig und widerwillig fügen wollen.
    Wirtschaftlich-finanzielle Gründe kann es auch haben, dass sieht man schon ein, aber was ist wenn alle sich anstecken, dann sowieso keiner mehr arbeiten kann, dann stellt sich das gleiche Problem ein, als wenn es jetzt zu Ausfällen kommt weil es drastische Einschränkungen gibt. Ich weiß nicht was hier einige denken, besser wäre es statt rote Daumen zu vergeben, einmal die eigene Meinung zum Thema hier herzuschreiben.

  • 6
    24
    Lesemuffel
    17.03.2020

    Hannewb... Was in Bayern geht, muss noch lange nicht in Sachsen funktionieren, denn hier wissen die Verantwortlichen (!) ja nicht um die Schutzmittel und Einrichtungen noch funktionieren. Sie wurden einfach nicht regelmäßig überprüft. Die prüfen dafür die Meinungen der kritischen Bürger.

  • 9
    24
    ralf66
    17.03.2020

    @ChWtr, na ja ob das Besserwisserei ist wenn man anderer Meinung ist und deshalb Kritik übt, dass glaube ich nicht.
    Ich vermisse eine gewisse einheitliche klare Handlungsweise in Sachsen, Kretschmer macht alles zu zögerlich im Vergleich zu Söder der konkret durchgreift, anordnet was dann von den Landkreisen umgesetzt werden muss. In Sachsen muss erst noch mal ein Krisenstab her, der erst einmal sortieren soll, ist denn diese Maßnahme oder gar diese notwendig oder nicht bis Entscheidungen kommen. Entscheidungen sind aber konkret seit gestern für alle Länder da, bekanntgegeben von der Kanzlerin getragen von den Ländern. Wenn Kretschmer sagt, er will gar nicht über die Köpfe der Landkreise und Gemeinden hinweg entscheiden, dass ist doch keine konsequente einheitliche Führung, diese Aussage, was da passiert ist doch klar, der Ministerpräsident weißt nicht an, die Landkreise machen wie sie's wollen, da passiert dann sehr wenig im Endergebnis und oft wie schon gehört das falsche, die andere Aussage, dass man angeblich noch nicht spürt, dass man in Sachsen in der Krise angekommen ist, ist schon wenn man sich mit der Art und Ausbreitung des Virus beschäftigt eine völlig falsche Aussage. Kretschmer macht die Aussage, wenn wir es für notwendig halten würde, würde man in Sachsen genau so energisch handeln wie in Bayern. Wenn italienische Wissenschaftler Deutschland warnen, sofort die Notbremse zu ziehen, sofort zu handeln, keine Zeit mehr verstreichen zu lassen, wie es in Italien war, wo man eine Woche zu spät gehandelt hatte, sondern fast die gleiche Maßnahmen wie zur Zeit in Italien vorherrschen würden einführen würden, dann wären auch hier in Deutschland die Infizierten-Zahlen nicht mehr in den Griff zu bekommen, harte Worte, Kretschmer meint, man sehe noch keine Krise???
    Söder nimmt Geld in die Hand, Kretschmer macht dazu sehr ungenaue Aussagen, wie seine Finanz-Hilfen für alle wirksam aussehen werden, er nennt weder eine Summe noch was anderes, er jammert nur wie lange man den Stillstand durchhalten könne, ich kann nur sagen, in anderen Situationen war plötzlich schnell und viel Geld da, hier jetzt bei dieser natürlich national zu bekämpfenden Krise, denn jedes Land der Welt muss diese Krise selber gut meistern, sonst wird's ja nicht besser, wird erst einmal gejammert.

  • 9
    16
    Hanneswbg
    17.03.2020

    Herr Kretzschmer, schauen Sie nach Bayern, die lösen das ganz professionell. Was die derzeit mit dem Ausruf des Katastrophenfalls tun, ist aktuell wohl absolut richtig, hoffentlich reicht das auch. Leider ist Sachsen davon noch entfernt, hier glaubt man scheinbar noch den sogenannten sozialen Medien, die alles ein wenig relativieren. Und der Beitrag von einem Herrn Watzke als BVB Boss zum Profifußball in diesen Zeiten ist so schlecht, das man ihn nicht einmal in den Skat drücken kann, der Boss von FC Erzgebirge Aue sieht das zum Glück sehr viel realistischer.

  • 29
    1
    OlafF
    17.03.2020

    Für eine Abrechnung ist es zu früh. Die Aufarbeitung und eine kritische Betrachtung müssen noch warten und die Zurückhaltung der Oposition zur Vermeidung von Hysterie und Chaos wären ein gutes Zeichen um in Krisenzeiten zu demonstrieren, wie ernst man es mit der Bürgerlichkeit meint. Nicht allein die Regierung ist für die Bewältigung der Krise verantwortlich, sondern die Gesamtgesellschaft. Die Regierung muss in dieser Situation regelkonform und konsequent die Führung übernehmen.

  • 20
    34
    Lesemuffel
    17.03.2020

    Diese Ehrlichkeit von Kretzschmer ist nicht schlecht und hebt sich wohltuend von dem pastoralen Geschwafel des Herrn BP ab. Nichtsdestotrotz offenbart das tatsächlich die an Verantwortungslosikeit grenzender Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Schutz der Bevölkerung, der Vorsorge für mögliche Katastrophen. Ich wünschte mir, dass die Regierenden in diesen Fragen genauso emsig wären, wie bei der Ausgrenzung kritischer Bürger. In diesen Zeiten zeigt sich, welche Folgen die bewusste Zersplitterung der Bevölkerung hat. Es ist fast nicht zu glauben, daß in guten Zeiten versäumt wurde Schutz Vorkehrungen zu schaffen und laufend zu überprüfen.

  • 47
    8
    ChWtr
    17.03.2020

    Freier Bürger: Lassen Sie es gut sein. Warum ist dies nicht, warum jenes nicht (...)

    Ich glaube kaum, dass das in dieser angespannten Krise weiterhilft. Besserwisserei ist fehl am Platz. Es wird ganz sicher aus dieser Kriese heraus Veränderungen geben (müssen) und entsprechende Schlussfolgerungen werden gezogen. Da bin ich mir sehr sicher.

  • 47
    8
    fnor
    17.03.2020

    Welche kritischen Stimmen haben sich denn für mehr Schutzmasken stark gemacht und wurden deswegen politisch verfolgt? Mir fallen da keine ein.

  • 40
    17
    SimpleMan
    17.03.2020

    @FreierBürger Sie und ihre Freunde können wahrscheinlich einfach nicht anders.

  • 14
    58
    FreierBürger
    17.03.2020

    In den Antworten von Herrn Kretzschmer tauchen viele Fragen auf! So z. B. die nach einem verantwortungsbewußten Handeln staatlicher Institutionen, wenn er sagt: "Das, was in den Notfallplänen steht, wurde nie überprüft. Niemand hat kontrolliert, ob wirklich die notwendige Anzahl an Schutzmasken vorhanden ist."; ein solcher Umstand ist ungeheuerlich. Gleichermaßen ist bedenklich, wenn ihn die Frage umtreibt, wie lange das Land eine solche Situation aushalten kann. Er hat doch sicherlich an der Beratung mit der Kanzlerin teilgenommen, da müßten doch diese Fragen bereits erörtert und beantwortet sein. Auch dies scheint nicht der Fall zu sein. Vielleicht kommt Herrn Kretzschmer doch eine Art Götterdämmerung und er erkennt, daß mahnende kritische Stimmen in Vergangenheit und Gegenwart ihre Daseinsberechtigung haben und es eben keine gute Sache ist, Bürger eben deshalb durch seinen Generalstaatsanwalt politisch verfolgen zu lassen und ihnen durch Partei-Entscheidung die Bürgerrechte de facto abzuerkennen.