Millionen für neues Casus-Forschungsinstitut in Görlitz

Dresden/Görlitz (dpa/sn) - Mit dem Casus-Institut bekommt Görlitz ein neues Wissenschaftszentrum. Ende August falle der offizielle Startschuss für die dreijährige Aufbauphase, teilte das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) am Freitag mit. Der Bund unterstützt das Vorhaben mit rund zehn Millionen Euro in den nächsten drei Jahren, Sachsen schießt rund eine Million Euro zu. Derzeit würden erste Forschungsgruppen aufgebaut, ein Gebäude am Görlitzer Untermarkt sei bereits angemietet, sagte eine Sprecherin.

In der Einrichtung sollen Experten verschiedener Disziplinen - etwa aus Klima- und Weltforschung, Biologie und Astrophysik - komplexe Umweltphänomene mit neuen digitalen Methoden erforschen. Dabei geht es etwa um Auswirkungen des Klimawandels oder der Energiewende. Mit dem Projekt soll der Strukturwandel in der Braunkohleregion Lausitz vorangetrieben werden. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sprach von einem «Leuchtturm» der interdisziplinären Forschung. «Görlitz soll so zu einem Magneten für Wissenschaftler aus aller Welt werden.»

Das Institut geht auf die Initiative der Forschungseinrichtungen Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik sowie der TU Dresden zurück. Zu den Partnern auf polnischer Seite gehört die Universität Breslau.

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