Minister: Enorme Schäden durch Stürme der vergangenen Tage

Dresden (dpa/sn) - Die Stürme der vergangenen Tage haben nach Einschätzung von Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) enorme Schäden in den Wäldern hinterlassen. «Im Moment können die Forstbehörden die Schadholzmenge nur grob abschätzen, aber wir rechnen mit etwa 500 000 Kubikmeter Holz», sagte der Minister am Mittwoch.

Schäden wurden demnach flächendeckend gemeldet, besonders aber hätten «Eberhard» und Co. die Mitte Sachsens getroffen. Mancherorts sei das Ausmaß vergleichbar mit Sturmtief «Frederike», das im Januar 2018 teils verheerende Schäden angerichtet hatte. Hinzu kommen laut Schmidt mehr als 200 000 Kubikmeter Holz in den Gebirgen wegen des Schneebruchs im Januar.

Nachdem Sachsen 2018 die größten Waldschäden seit der Wiedervereinigung verbuchte, sei auch der Start 2019 für den sächsischen Wald nicht gut verlaufen, so Schmidt. Er rief erneut dazu auf, Schadholz möglichst schnell aus den Wäldern zu entfernen, da sich sonst der Borkenkäfer weiter ausbreite. Ohnehin drohe in diesem Jahr eine Schädlingsplage. Waldbesitzer werden vom Freistaat im Kampf gegen die Borkenkäfer finanziell unterstützt - etwa beim Überwachen der Käfer mit Lockstoff-Fallen oder beim Abtransportieren des Schadholzes aus dem Wald.

Mittlerweile fällt der Staatsbetrieb Sachsenforst kein frisches Holz mehr, um den Markt nicht weiter zu belasten. Seit Herbst 2017 sind den Angaben zufolge rund vier Millionen Kubikmeter Schadholz in Sachsen angefallen.

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