Ministerpräsident Kretschmer zur Corona-Lage in Sachsen: Die Zeit der Appelle ist vorbei

Sachsen bleibt bundesweit Corona-Hotspot, die Kliniken sind an ihren Grenzen. Die Regierung greift deshalb jetzt zu harten Maßnahmen.

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1717 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    3
    Mausi42
    17.12.2020

    @klapa.ich glaube die Schüler werden es überleben wenn Mal gelüftet wird????,wir hatten damals bei weitem keine so gute Heizung wie heute, und haben auch immer Mal gelüftet,wir leben alle noch.mein Kind ist ständig draußen und weniger empfindlich wie andere aus ihrer Klasse,und übrigens die Klamotten hängen nicht im Klassenzimmer sondern im Spind????.wir werden noch einiges an Krankheiten ausstehen müssen,und Corona werden wir nicht los bekommen,ich lasse mich jedenfalls nicht impfen solange keine ausreichenden Studien zwecks Nebenwirkungen bekannt sind,auch wenn mich jetzt hier viele wahrscheinlich ankreiden????.ich bin auch nicht gegen Grippe geimpft weil ich fast daran gestorben wäre ohne es zu merken!habe es nur meiner Mutter zu verdanken daß ich heute noch da bin,lieber Mal 14 Tage krank hat mein Arzt gesagt als auf'm Friedhof.

  • 11
    4
    klapa
    14.12.2020

    ‚Wenn es ein Symbolbild für das Versagen der deutschen Politik gibt, dann sind es die Schüler, die mit Mützen, Schals und dicken Jacken bei offenen Fenstern in den Klassenzimmern sitzen müssen, weil eine der weltweit führenden Industrienationen es nicht geschafft hat, den Sommer zu nutzen und einen einigermaßen pandemiegerechten Schulbetrieb sicherzustellen.’ – NZZ 13.12.

    Und für diese Schüler hat die BK nur ein paar empathielose Bemerkungen – Händeklatschen, Kniebeugen.

    Aber dieses verheerende Urteil geht beinahe ausschließlich auf die Versäumnisse der Bundesländer und ihre Kultusminister zurück, denn sie sind in erster Linie für die Schulpolitik verantwortlich.

    Worin besteht der Beitrag des sächsischen Kultusministers Herrn Piwarz, diesen in der NZZ beschriebenen Zustand nicht zuzulassen?

  • 3
    1
    ChWtr
    14.12.2020

    Selbstverständlich ist der Mensch schuld. Die Gemengelage ist klar und verwoben (verfilzt) und verhilft den Verschwörungstheoretikern zu ungeahnten Einfluss, leider.

    Pandemien suchen schwache Lebewesen und finden den Wirt nur allzu leicht. Der Homo sapiens ist (leider) kein vernunftbegabtes Wesen. Da ist uns manch' ein Tier voraus (...) - aber anderes Thema.

    Nach dem ersten Weltkrieg hat der Influenzavirus A/H1N1wesentlich mehr Tote hinterlassen als auf den Schlachtfeldern - im Deutschen Reich fast 1/2 Mio. Grippetote. Weltweit wahrscheinlich mehr als 50 Mio. Es war und ist die schlimmste Grippe-Pandemie der Neuzeit resp. unserer Geschichte. Auch hier kam es zum akuten Lungenversagen.

    Und der Virus SARS-CoV-2 wird nicht das "letzte Mittel" sein, was die Menschheit beschäftigt. Unser aller Verhalten ist maßgeblich an der Ausbreitung solcher Epidemien beteiligt.

    Lernfähig? Gegen Null. So sind wir halt (...)

  • 9
    11
    Mausi42
    14.12.2020

    Ich Frage mich bloß,warum wir die Politik für das ganze Desaster verantwortlich machen,wir sind doch selbst schuld!wenn ich sehe bzw.gesehen habe wie die Leute sich im Sommer und auch im Herbst auf der pelle saßen,dann wundert mich das nicht.und das es eine 2.welle geben musste,das war ja schon Anfang Juni klar,hätten wir uns Mal mehr zurück genommen und nicht gleich wieder ab in denn Urlaub usw.dann bräuchten wir jetzt diese harten Maßnahmen nicht.das mit dem Böllerverbot wo sich viele ja so sehr aufregen,soll das ohne hin schon angeschlage Gesundheitssystem entlasten!und die nächtliche Ausgangssperre werden wir doch mal überleben,gibt schlimmeres als ab 22 Uhr daheim zu bleiben,was man ja ohne ist????.haltet euch einfachen die Regeln und wir können bald schon wieder ein normales Leben führen.achso und ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum gibt es übrigens schon seit Jahren bei uns,also habt euch nicht so,tut der Gesundheit auch gut????

  • 7
    12
    MuellerF
    12.12.2020

    "... was Sie seit Ihrem Amtsantritt getan haben, die medizinischen und Gesundheitseinrichtungen in Sachsen auf solch einen Pandemiefall vorzubereiten"

    Durchaus berechtigte Frage.
    Allerdings hat der MP auch nur begrenzt Einfluss auf die Personalpolitik der Krankenhäuser. Und medizinisches Personal muss ja auch erstmal da sein, um eingesetzt werden zu können - das braucht auch Ausbildung(szeit). Nur mit Geld winken hätte da nix gebracht.
    Viele andere Länder brauchen ihre Ärzte & Pfleger auch gerade selbst.
    Also-Vorschläge Ihrerseits? Was konkret hätte der MP tun sollen/ können?

    "Prävention scheint ein unbekanntes Wort auch in der sächsischen Regierung zu sein."

    Und unter den sog. Querdenkern - wobei deren Beitrag zur Prävention weit einfacher zu wuppen wäre, als mal eben eine Reform des Gesundheitswesens...

  • 11
    6
    Malleo
    12.12.2020

    klapa
    Das Erinnerungsvermögen ist bei Politikern nur sehr marginal ausgeprägt.
    Man schaut nach vorn, Fehler machen die anderen.
    Bei all den inzwischen unerträglichen Diskussionen von jenen selbsternannten Protagonisten gab es noch nie eine Replik auf 2012, wo man das Desaster recht genau vorhersagte und auch Maßnahmen forderte!
    Geschehen ist bekanntlich - nichts!

  • 17
    12
    klapa
    12.12.2020

    ‚Die Zeit der Appelle ist vorbei’. Das ist eine recht autoritäre Sprache, Herr Kretschmar, ein untaugliches Mittel mündige Bürger disziplinieren zu wollen. Es bedarf auch keiner ‚autoritären Maßnahmen des Staates’ – NZZ – wie Sie meinen.

    Einen Teil der in Ihren Augen uneinsichtigen sächsischen Bevölkerung für das gegenwärtige Desaster verantwortlich zu machen, fällt als Begründung schwach und schon gar nicht überzeugend aus.

    Prävention scheint ein unbekanntes Wort auch in der sächsischen Regierung zu sein.

    Erlauben Sie die Frage, was Sie seit Ihrem Amtsantritt getan haben, die medizinischen und Gesundheitseinrichtungen in Sachsen auf solch einen Pandemiefall vorzubereiten.

    Die düsteren Ergebnisse des Pandemie-Planspiels von 2012 sind auch Ihnen bekannt.

  • 7
    7
    BuboBubo
    12.12.2020

    @JochenV "...also wo stehen wir tatsächlich ?"

    Bei 21466.

  • 19
    10
    JochenV
    12.12.2020

    Eskalieren, ohne das Zahlenwerk im Griff zu haben ? Ist nicht klar oder gibt man nicht zu, dass die vorgesehenen Maßnahmen der Erhöhung der Testdichte (Anzahl der Tests) planmäßig die mit *pro 100.000Ew* dysfunktional selbst dann in die Höhe bringt, wenn der tatsächlich die funktionell Beziehung wiedergebende Quotient "Positivtests/ausgewertete Testanzahl" gleich bliebe ?
    Dabei dann haben wir noch nicht von den Anforderungen des IfSG gesprochen hinsichtlich Nachweispflicht (lebender, fortpflanzungsfähiger Erreger), die erfüllt sein müssen, ehe von Infektion überhaupt gesprochen werden darf. Die bringt der gegenwärtig wohl in der Kritik stehende Drosten Test nicht, also wo stehen wir tatsächlich ?
    Eskalieren vor dem Durchdenken und Revidieren bringt uns nur weiteren Schaden !

  • 33
    12
    Bautzemann
    12.12.2020

    Was mich persönlich in dieser sogenannten Krise mehr als stört, ist das unsere Politiker und Medien nicht mehr die deutsche Sprache beherrschen. Statt Hotspot Brennpunkt oder Schwerpunkt zu nennen, Lockdown als Ausgangssperre leicht oder hart zu bezeichnen und Shutdown als Schließung oder Stilllegung zu bezeichnen ist ein Armutszeichen für dieses Land. Leider! Aber vielleicht dienen die Amerikanismen mehr zur Beruhigung für Otto Normalbürger.

  • 30
    20
    klapa
    12.12.2020

    Die Politik lenkt mit diesem wiederholten Lockdown von ihrem Versagen ab, auch in Sachsen.

    Welche Vorkehrungen wurden nach dem Abklingen der ersten Welle dezidiert getroffen, um auf eine zweite, von der jeden Tag warnend in der Zeitung zu lesen war, besser vorbereitet zu sein?

    Welche in der Zwischenzeit fertig gestellten Studien können belegen, wo die Aussicht sich anzustecken, am häufigsten gegeben ist?

    Arbeiten die Gesundheitsämter verglichen mit der ersten Welle jetzt auf einem technisch höheren Niveau?

    Welche zusätzlichen Maßnahmen wurden ergriffen, um speziell die sächsischen Senioren- und Pflegeheime auf Tübingen-Level zu bringen?

    Das Virus kann jeden gleichermaßen treffen? Stimmt nicht, denn 87% der Toten sind über 70-Jährige und anderweitig Geschädigte. Sie verderben die Statistik.

    Alle, was im Moment passiert, ist die Konsequenz von Sparkurs und Vernachlässigung.

    Das Virus spielt nach wie vor die agierende, die Politik die reagierende Rolle.

  • 27
    14
    Gerhard56
    12.12.2020

    @linser
    Glauben Sie selbst an den Unsinn, den Sie von sich geben?

  • 24
    13
    MuellerF
    12.12.2020

    @linser: Eine Anhäufung von Buzzwords ergibt noch keine sinnvolle Aussage...

  • 26
    47
    linser
    12.12.2020

    ...ist vorbei... Kann man auch auf die Demokratie beziehen. Mich erinnert das alles an die Sätze aus Geschichtsbüchern Betreff Sklaverei, Leibeigenschaft, Ende der Weimarer Republik, Sozialismus... usw.

  • 27
    26
    Mausi42
    12.12.2020

    Warum macht eigentlich Sachsen als einziges Bundesland (soweit ich das weiß)die Feiertage zum festgelage anstatt gerade da Einschränkungen zu machen?auf der einen Seite meckern das Gesundheitswesen am Ende ist, aber bei denn Feiertagen machen wir nix!es sollte auf 5 Personen wie an Sylvester aber inklusive Kinder beschränkt werden(wobei ich nix gegen Großfamilien sage im privaten Bereich),wenn es aber 10 Personen und 10 Kinder sind,dann ist das einfach zu viel.in Bayern ist selbst an Sylvester Ausgangssperre, richtig so,man darf nur mit 5 Personen sein und auf dem eigenen Grundstück knallen.wenn wir alle ab Mitte Januar wieder ein normales Leben führen wollen,dann sollten wir dieses Jahr auf besuche verzichten,wir feiern auch nur mit 5 Personen inklusive Kind,die Oma gehört nämlich auch zur Risikogruppe obwohl erst Anfang 60 ist.also denkt auch an eure eigene Familie bevor ihr feiert wie verrückt.

  • 30
    15
    BuboBubo
    12.12.2020

    Déjà-vu

    Ein solch zerknirschtes Gesicht unseres Landesvaters sieht man selten in der Zeitung. Worüber mag er nachdenken? Steht der Ruprecht vor der Tür?

    Zwei Frauen haben im Abstand von zwei Monaten in der Krise gemahnt, sich solidarisch zu zeigen, anstatt nach Schlupflöchern zum eigenen Vorteil zu suchen:

    „Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden“, sagte sie [Angela Merkel] in der Runde. „Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.“ Jedes Bundesland suche für sich ein Schlupfloch, kritisierte die Kanzlerin. „Das ist das, was mich bekümmert. Und die Liste der Gesundheitsämter, die es nicht schafft, wird immer länger.“ [1]

    "Suchen Sie nicht nach den Lücken oder danach, was Politiker vergessen haben, zu regeln. Es geht nicht immer ums Ich-Gefühl." [2]

    So tropft eine Mahnung durch die Hierarchien und landet schließlich auf der Straße.


    [1] Freie Presse, 15.10.2020, S. 4
    [2] Petra Köpping, Pressekonferenz, 11.12.2020, mdr Sachsen

  • 26
    10
    nnamhelyor
    12.12.2020

    Hoffentlich ist die Zeit dieser Aussitzer und Zögerer auch bald vorbei!