Ministerpräsident Kretschmer reist nach London

Dresden/London (dpa/sn) - Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) reist für drei Tage nach London. Höhepunkt sei ein gemeinsamer Empfang des Ministerpräsidenten und des Deutschen Botschafters in London, Peter Wittig, anlässlich des Tages der Deutschen Einheit, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Der Empfang ist am Donnerstagabend geplant.

Außerdem findet an diesem Tag ein Wirtschaftsforum mit mehr als 20 sächsischen Unternehmen zum Thema Brexit statt. Kretschmer zufolge wird der Brexit auch an Sachsen nicht spurlos vorübergehen: «Deshalb ist es wichtig, dass wir die guten Beziehungen zu unseren britischen Freunden weiter festigen und ausbauen.»

Großbritannien gilt als wichtiger Handelspartner für den Freistaat. Zuletzt stiegen die Exporte um 19 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Damit steht Großbritannien bei Exporten aus Sachsen an dritter Stelle.

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12Kommentare
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    Blackadder
    07.10.2018

    Komisch, dass hier keine Reaktion mehr kam von franzudo?

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    Blackadder
    05.10.2018

    Sehen Sie, franzudo und die Briten waren bei der Brexit-Abstimmung offenbar genauso schlecht informiert wie Sie. Es ist nämlich überhaupt nicht wahr, dass man als EU-Ausländer sofort in die Sozialsysteme einwandern kann, weder hier noch dort:

    https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/10/2016-10-12-grundsicherung-auslaendischer-personen.html

    "Wer allein zur Arbeitssuche einreist, hat auch bereits nach bisherigem Recht keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II."

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    franzudo2013
    04.10.2018

    Danke für den detaillierten Blick zurück.
    So wie ich es verstanden habe (was durchaus falsch und unvollständig sein kann), sind die 4 Grundfreiheiten nicht das Problem. Das Problem ist die Kopplung der Personenfreizügigkeit mit dem Sozialstaat. Mit Ankunft im Land sofortiger Eintritt ins Sozialsystem. Das wollten die Briten nicht.
    Wenn dem so ist, ... , dann ist es in meinen Augen eher das Unterjubeln weiterer Verhaltensregeln jenseits nationaler Souveränität durch die EU, welche das Fass zum Überlaufen brachten.
    Wenn mich nicht alles täuscht, ist das auch in Deutschland nicht unumstritten, dass jeder, der hierher kommt, sofort den Sozialstaat beanspruchen kann, auch wenn er nie etwas in die Sozialkassen eingezahlt hat.

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    Nixnuzz
    04.10.2018

    Mal was Altes:
    Am 25. März 1957 wurde die EWG mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge durch Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland gegründet.(..für das es viele Gründe gab - auch die Angst vor einem erneuten NS-Deutschland..)
    Am 1. und 2. Dezember 1969 fassten die Staats- und Regierungschefs der EG .. auf ihrem Gipfeltreffen in Den Haag Beschlüsse zur beschleunigten Integration, zur Einführung einer Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) bis 1980 und zur politischen Zusammenarbeit sowie die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Dänemark, Großbritannien, Irland und Norwegen. Diese Verhandlungen begannen am 30. Juni 1970. ... Dänemark, Großbritannien und Irland traten zum 1. Januar 1973 bei.
    ..Mit dem Vertrag von Maastricht wurde 1992 die EWG, eine der drei Europäischen Gemeinschaften (EG), in Europäische Gemeinschaft (EG) umbenannt ..
    "Artikel 2 EWG-Vertrag sieht vor: „Aufgabe der Gemeinschaft ist es, durch die Errichtung eines gemeinsamen Marktes und die schrittweise Annäherung der Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten eine harmonische Entwicklung des Wirtschaftslebens innerhalb der Gemeinschaft, eine beständige und ausgewogene Wirtschaftsausweitung, eine größere Stabilität, eine beschleunigte Hebung der Lebenshaltung und engere Beziehungen zwischen den Staaten zu fördern, die in dieser Gemeinschaft zusammengeschlossen sind." Dieser Vertrag beruht auf den berühmten „vier Freiheiten", nämlich: der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Er führt einen einheitlichen Wirtschaftsraum mit freiem Wettbewerb zwischen den Unternehmen ein. Er legt die Grundlagen für eine Annäherung der Vermarktungsbedingungen für Waren und Dienstleistungen, mit Ausnahme jener, die schon von den anderen Verträgen (EGKS und Euratom) erfasst werden....
    ..//Es gab auf dem Weg dahin viel Trarara und Wirbel und Sonderwünsche - speziell GB. Was Desinformation und Desinteresse - oder Ahnungslosigkeit - bei Volksabstimmungen bewirken können, ist hier das beste Beispiel. Bevölkerungsgruppen gingen garnicht hin, andere tischten Märchen auf und der letzte Rest verzweifelte. 45 Jahre aktive EU-Mitgliedschaft mit x Verbindungen kreuz und quer - mit vielen Beiträgen GB's in diese EU - alles Schrott? Geht es den Brexit-Verfechtern wirklich um GB - oder welche Nasenfaktoren spielen da die Hauptrolle. Träumen manche noch immer vom imperialen Kolonialreich? Den Großblöcken USA, China, Südamerika oder Rest-EU Paroli bieten und Rosinen picken können?? Glauben viele noch immer, das z.B. RollsRoys eine rein britische Firma ist etc.?? Rolls-Royce Holdings plc ist ein international tätiger Konzern, der aus dem Hersteller der luxuriösen Rolls-Royce-Automobile entstand, der aber seit 1998 nicht mehr zum Konzern gehört. Die Rolls-Royce Holdings plc ist ein im Financial Times Stock Exchange Index in London gelistetes Unternehmen, das vor allem für die Herstellung von Triebwerken und Komponenten für die zivile und militärische Luftfahrt, aber auch in den Bereichen Schifffahrt und Energietechnik bekannt ist. Der älteste Teil des Unternehmens, die Automobilproduktion, gehört als Bentley Motors zum VW-Konzern, während die Rechte an der Marke Rolls-Royce Motor Cars an BMW gingen. Seit 2000 werden Rolls-Royce Automobile von einer dafür gegründeten BMW-Tochter produziert. Mit anderen Worten: Ob der R&R-Vorstand auf das hören wird, was Miss May&Parlament entscheidet oder dirigiert "die Welt", was in den GB-Werken dann wie produziert wird? Ob da Sachsen eine "bestimmende Rolle" spielen wird?? Unsere VDA-Werke belegen ja gerade sehr deutlich, was nationale Politik-Entscheidungen für einen "Wert" haben!? ...und welche Macht Lobby-Entscheidungen an welcher Machtpolitischen Quelle ..

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    Einspruch
    03.10.2018

    Es gab Handel und Wirtschaftliche Beziehungen vor der EU und wird sie auch nach dem Brexit geben. So ein Absatzmarkt wird nicht aufgegeben. Die Panikmache soll nur die restlichen EU Mitglieder bei der Stange halten.

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    Blackadder
    03.10.2018

    Die Briten haben schon selbst für ihren Brexit gestimmt, die Verantwortung kann ihnen keiner abnehmen. Es ist auch sicher nicht die Aufgabe Deutschlands hoer irgendwas zu verhindern oder zu drehen. Die Suppe muss schon derjenige auslöffeln, der sie sich eingebrockt hat.

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    franzudo2013
    03.10.2018

    Genau, es wäre Deutschlands bzw. Merkels Aufgabe, den Brexit zu verhindern. Die Ursache für den Brexit ist nicht die Demokratie/ Volksabstimmung. Die Ursache ist eine EU - Buerokratie ohne demokratische Legitimation. Eine Einigung wäre möglich, wenn der Wille da wäre.

  • 3
    3
    Blackadder
    03.10.2018

    @franzudo: ich kenne das Vereinigte Königreich, seine Geschichte und Politik sehr gut, bin oft da gewesen und liebe Land und Leute sehr. Genau das ist auch der Grund, warum ich dem Land die ökonomischen und politischen Probleme, die der Brexit mit sich bringen wird und jetzt schon bringt, nicht wünsche. Gerade Nordirland ist ein großes Problem für das auch nach über 2 Jahren keine Lösung in Sicht ist.

    Die Brexit-Abstimmung ist für mich der Beweis, welche Gefahren bei Volksabstimmungen bestehen , wenn die Kampagnen mit Lügen und Manipulation geführt werden. Viele Briten sind sich bis heute nicht wirklich bewußt, das das Wegfallen der Bewegungsfreiheit innerhalb der EU nicht nur die Osteuropäer gilt, sondern auch für sie selbst.

    Dass der NHS nicht nur nicht mehr Geld bekommen wird, sondern auch billige osteuropäische Krankenschwestern fehlen werden.

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    ralf66
    03.10.2018

    Warder dä dort ah e mol mit dor Liesbeth zammtraffn!

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    franzudo2013
    02.10.2018

    Geneigter Blackadder. Vorsichtig mit Prognosen. Möglicherweise implodiert die EU eher, als sich die Bewohner des Inselreiches entzweien. Die Schotten wissen auch, dass Oel oder Geld nicht alles ist, zumal Geld in Form von Euro.
    Egal, wie es endet, es ist doch aller Ehren wert, wenn Herr Kretschmer sich vor Ort engagiert. Kann man sich auf diesen gemeinsamen Nenner einigen?

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    Blackadder
    02.10.2018

    Das Vereinigte Königreich wird nur bestehen, wenn für Nordirland eine Lösung gefunden wird und selbst dann sind die Schotten bald weg, weil die schon immer Europa-freundlich waren. Eher Little Britain.

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    franzudo2013
    02.10.2018

    Hut ab! Das ist perfektes Engagement für Sachsen. Wir können diese Farce, welche Monsieur Barnier hier inszeniert, unmöglich mitmachen.
    Die EU wird vergehen. Sachsen und das Vereinigte Koenigreich werden bestehen.



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