Schreie und Hilferufe: Zeugen schildern Messerattacke

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Dresden (dpa) - Im Prozess zum tödlichen Messerangriff auf zwei Touristen in Dresden haben mehrere Augenzeugen am Oberlandesgericht (OLG) der sächsischen Landeshauptstadt dramatische Szenen beschrieben. «Ich habe gesehen, wie er zugestochen hat», sagte eine 34-Jährige am Freitag mit Blick auf den Angreifer. Sie sei am Abend des 4. Oktober vergangenen Jahres mit einer Freundin in einem Café gewesen, als diese plötzlich gesagt habe, dass sich da welche prügeln. «Als ich aus dem Fenster sah, merkte ich schnell: Das ist schlimmer, da ist schon Blut.»

Vor dem Staatsschutzsenat des OLG muss sich ein 21 Jahre alter Syrer wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, die beiden Touristen aus Nordrhein-Westfalen mit Küchenmessern von hinten niedergestochen zu haben. Das Motiv sieht sie in der radikal-islamistischen Gesinnung des jungen Mannes.

Die 34-Jährige beschrieb, wie einer der beiden Männer am Boden lag und sich auf dessen Hose ein dunkler Fleck ausbreitete. Ein zweiter schien sich ihr zufolge an einem Bauzaun festzuhalten. Er wurde dann von einem weiteren Mann attackiert, habe noch «drei, vier Hiebe» abbekommen und sei zusammengesackt. Der Angreifer habe anschließend etwas weggeworfen und sei weggelaufen. Die Zeugein zeigte der Polizei später die Stelle, wo das Messer lag.

Eine 56-Jährige wiederum beobachtete nach eigenen Worten aus ihrem Hotel, wie ein Mann mit Wucht gegen einen Bauzaun fiel, «richtig dranknallte», und ein zweiter zu Boden ging. Beide hätten «fürchterlich geschrien» vor Schmerzen - «zumindest einer hat um Hilfe gerufen». Ein dritter, dunkelhaariger Mann, sei weggerannt. «Es ging alles sehr schnell.»

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