MRB droht Rechtsstreit

Krankheit und Urlaub: Der Mitteldeutschen Regiobahn fehlen auf der Strecke Leipzig - Grimma - Döbeln Lokführer. Die Verkehrsverbünde wollen sich das nicht länger gefallen lassen.

Leipzig. Der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) droht wegen gehäufter Zugausfälle auf der Strecke Leipzig-Grimma-Döbeln Ungemach. Wegen Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen kündigten die Aufgabenträger Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV) rechtliche Schritte an.

Auf der Strecke Leipzig-Döbeln fallenimmer wieder Züge aus. Nach Angaben der MRB am Dienstag sind es zwischen Leipzig und Grimma täglich 20 Züge. Stattdessen sollten Busse fahren. Begründet wurde dies mit einem weiterhin erhöhten Krankenstand und Urlaub.

Laut ZVNL fehlen Lokführer. "Trotz versprochener Gegenmaßnahmen sind Verbesserungen nicht eingetreten, somit sind die genannten langanhaltenden Personalprobleme nicht mehr hinnehmbar", teilten die Verbünde mit. Das Management müsse durch eine ausreichende Personalausstattung und eine vorausschauende Einsatzplanung einen regulären Zugbetrieb sicher- stellen. Vertragsstrafen, Gespräche zur Qualitätsverbesserung und mehr Züge hätten bisher nicht den gewünschten Erfolg gehabt.

Auf der Strecke Chemnitz-Leipzig fielen zwischen Januar und Mai rund 180 Züge aus, mehr als einer täglich, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage der Grünen mitteilte. Betreiber Transdev erklärte am Dienstag: "Im vergangenen Vierteljahr haben wir eine Stabilisierung des Verkehrs mit einer Pünktlichkeit von 95 Prozent erreicht. Die MRB verkehrt planmäßig." (dpa/oha)

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