Mutmaßliche Bekennerschreiben nach Angriffen auf Polizisten

Leipzig (dpa/sn) - Nach Brandstiftungen und anschließenden Angriffen auf Einsatzkräfte im Leipziger Stadtteil Connewitz sind mutmaßliche Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Verfasser bekennen sich darin zu den Angriffen auf Polizisten. Die Schreiben, die auf der linken Internetplattform «indymedia.org» veröffentlicht wurden, flössen in die Ermittlungen ein, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen am Montag. Zunächst wollte sie keine Angaben dazu machen, aus welchem politischen Lager die Angreifer stammen.

Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des LKA hatte die Ermittlungen zu den Vorfällen im alternativ geprägten Stadtteil übernommen. Die Verfasser der Texte bestreiten die Darstellung der Polizei, wonach Feuerwehrleute angegriffen worden seien. Sie fordern außerdem weniger Polizeipräsenz in Leipzig.

Aus Ermittlerkreisen der Polizeidirektion Leipzig hieß es, dass Beamte bei Einsätzen in Connewitz zunehmend provoziert werden. Zu der Frage, ob die Polizeipräsenz in den kommenden Tagen verstärkt werden soll, wollte sich ein Sprecher nicht äußern.

In der Nacht zum Samstag sind bei Ausschreitungen nach Polizeiangaben zwei Beamte verletzt worden. Eine Gruppe von etwa 50 Menschen habe die Einsatzkräfte mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Polizei und Feuerwehr waren zuvor zu einem Brand gerufen worden. Auch in der Nacht zum Sonntag brannten Müllcontainer im Viertel. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, blieb es in der Nacht zu Montag ruhig im Stadtteil.

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