Nach Bombenfund in Leipzig: Sperrzone und Evakuierung nötig

Im Leipziger Norden ist es bereits der zweite Fund einer zentnerschweren Fliegerbombe in diesem Monat. Und wieder muss eine große Evakuierungsaktion gestemmt werden.

Leipzig (dpa/sn) - Wegen des Fundes einer zentnerschweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Leipziger Norden müssen erneut Tausende ihre Häuser verlassen. Betroffen seien bis zu 10 000 Menschen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Evakuierung des Gebietes im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort sei in vollem Gange, sagte ein Sprecher.

In dem Umkreis des Fundorts an der Essener Straße liegen dem Sprecher zufolge Wohnungen, Altenheime und zehn Kindertagesstätten. Die Kinder wurden in Notunterkünfte gebracht - dort konnten Eltern sie abholen. Die Evakuierung werde sich wahrscheinlich bis in die Abendstunden hinziehen, so der Sprecher.

Bei dem Blindgänger handelt es sich um eine britische Bombe mit einem Gewicht von 150 bis 200 Kilogramm. Genaueres konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst noch nicht sagen, da sie teilweise unter der Erde liegt. «Wir sind guter Dinge, dass sie entschärft werden kann», so der Sprecher. Nur im Notfall solle gesprengt werden.

Die Bombe liegt fast an der gleichen Stelle, an der am 3. Dezember ein 250 Kilogramm schwerer Blindgänger entschärft worden war. Es werde versucht, die Evakuierungen schnell vorzunehmen, erklärte der Sprecher. Beim Fund Anfang Dezember hatte sich die Entschärfung stundenlang verzögert, weil Anwohner ihre Wohnungen nicht verlassen wollten. Damals mussten 8000 bis 9000 Menschen ihre Häuser räumen.

Der Sprengkörper war laut Polizei von einem privaten Bombensuchdienst im Zuge von Bauarbeiten entdeckt worden.

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