Nach Krawallen: Urteil gegen Rechtsreferendar rechtskräftig

Dresden/Leipzig (dpa/sn) - Die Verurteilung eines Rechtsreferendars nach Krawallen im alternativ geprägten Leipziger Stadtteil Connewitz ist rechtskräftig. Das Oberlandesgericht Dresden wies die Revision des 27-Jährigen als unbegründet zurück, wie eine Gerichtssprecherin am Montag sagte. Das Amtsgericht Leipzig hatte den angehenden Juristen Ende 2018 wegen Landfriedensbruchs zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt (Az.: 10 Ns 617 Js 43983/16).

Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass sich der Kampfsportler im Januar 2016 an den Krawallen beteiligt hatte. Damals hatten Hunderte von Neonazis und Hooligans in Connewitz randaliert, 215 Verdächtige wurden ermittelt. Zunächst hatte die «Leipziger Volkszeitung» berichtet.

Mit der jetzigen Entscheidung steht auch die berufliche Zukunft als Jurist für den 27-Jährigen auf der Kippe. Er hatte das zweijährige Referendariat im November 2018 am Landgericht Chemnitz begonnen. Das Oberlandesgericht werde nun als zuständige Verwaltungsbehörde zeitnah weitere Schritte prüfen, sagte die OLG-Sprecherin.

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