Nachtcafés in Dresden bieten Obdachlosen Unterschlupf

Dresden (dpa/sn) - Obdachlose in Dresden können sich in der kalten Jahreszeit in ein «Nachtcafé» flüchten. Vom 1. November an öffnen sieben Kirchgemeinden an wechselnden Wochentagen ihre Türen, teilte der Sprecher des Koordinierungskreises, Gerd Grabowski, am Mittwoch mit. Bis Ende März finden Wohnungslose einen Platz zum Schlafen, eine warme Mahlzeit und die Möglichkeit zum Gespräch.

Unter anderem beteiligen sich die Dreikönigskirche, das Gemeindehaus Loschwitz und die Zionskirche. Jedes Haus bietet etwa 20 Schlafplätze an, so Grabowksi. Die meisten Menschen kommen aus der Region, aber auch aus Nachbarländern Polen und Tschechien suchten Obdachlose auf der Durchreise einen Schlafplatz. Die Stadt fördert die Nachtcafés in diesem und im nächsten Jahr mit 70 000 Euro.

Bereits seit 1994 organisieren die Dresdner Kirchgemeinden die Notunterkünfte in der kalten Jahreszeit. Derzeit werden ehrenamtliche Helfer für die Nachtcafés gesucht.

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