Neue Glocken für die Leipziger Nikolaikirche

Leipzig (dpa) - In der Leipziger Nikolaikirche werden demnächst die Glocken verstummen - zumindest vorübergehend. Im Februar werden Gerüste aufgestellt, um das Geläut danach vollständig umzubauen und zu sanieren, wie Pfarrer Bernhard Stief sagte. Derzeit gibt es in der Kirche, dem Ausgangsort der Montagsdemonstrationen in der DDR, noch drei Glocken. Seit Jahrzehnten ist das Geläut unvollständig und die Glockenstühle sind sanierungsbedürftig.

Die Gemeinde hat sich deshalb zu einem «großen Wurf» entschlossen und eine völlig neue Klangkonzeption erstellen lassen. Künftig sollen acht Glocken läuten - darunter auch wieder die seit 100 Jahren fehlende große Glocke Osanna. Sie ist von dem Bildhauer Carsten Theumer aus Sachsen-Anhalt neu designt worden und wird demnächst gegossen.

Das Glockenprojekt kostet laut Stief rund 700 000 Euro. Die Gemeinde sammelt dafür Spenden. Am 9. Oktober 2019, dem 30. Jahrestag der friedlichen Revolution, sollen die Glocken erstmals läuten.

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