Neueinstellungen zum Halbjahr: Lehrer fehlen auf dem Land

Dresden (dpa/sn) - Wenige Wochen vor Beginn des neuen Schulhalbjahres drohen vor allem auf dem Land Lehrerstellen unbesetzt zu bleiben. «Alle Lenkungsversuche, die jungen Menschen aufs Land zu bewegen, fruchten nicht in dem Maße, wie wir uns das wünschen», sagte der Sprecher des sächsischen Kultusministeriums, Dirk Reelfs, der Deutschen Presse-Agentur. So werde Lehrer-Anwärtern in Sachsen etwa 1000 Euro extra pro Monat gezahlt, wenn sie sich verpflichten, nach dem Referendariat fünf Jahre lang auf dem Land zu arbeiten.

Laut Ministerium sind alle Regionen außer Dresden und Leipzig sogenannte Bedarfsregionen. Das heißt: Lehrer werden gesucht. Das gilt selbst für Chemnitz, besonders aber für den ostsächsischen Raum. So sind in Bautzen etwa mehr als 100 Vollzeitstellen zu besetzen, Bewerbungen gibt es nur 44. In Chemnitz kommen auf 185 Stellen gerade einmal 67 Bewerber. Insgesamt sind zum 1. Februar 600 Stellen zu besetzen, dafür gibt es 646 Bewerbungen von ausgebildeten Lehrern - aber vor allem für die Großstädte.

Mit Verbeamtung, besserer Bezahlung für Grundschullehrer und einer Verdoppelung der Studienkapazitäten will Sachsen mehr Lehrer gewinnen. «Die Maßnahmen beginnen zu greifen», so Reelfs. So wanderten etwa wegen der Möglichkeit der Verbeamtung weniger Lehrer nach der Ausbildung in benachbarte Bundesländer ab. Verstärkt kehrten auch ‎ehemalige Sachsen als Beamte zurück in den Freistaat.

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