Neues Probewohnen in Görlitz gestartet: 60 Bewerbungen

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Görlitz (dpa/sn) - Görlitz auf Probe: Die ersten Teilnehmer beim neuen Projekt «Stadt der Zukunft» haben ihr sogenanntes Probewohnen in der sächsischen Stadt begonnen. «Bis Ende des Jahres können sie Görlitz als Wohn-, Arbeits- und Lebensort ausprobieren. Während ihres dreimonatigen Aufenthaltes werden sie die Stadt mit ihren Ideen und ihrer Expertise auf dem Weg zu Klimaneutralität und mehr Nachhaltigkeit unterstützen», teilte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau (IZS) zum Beginn des neuen «Wohn- und Arbeitsexperiments» am Montag mit.

Bis März 2023 sind 18 Probeaufenthalte vorgesehen. Rund 60 Bewerbungen waren den Angaben zufolge für das Projekt eingegangen. Bei der Auswahl war unter anderem ausschlaggebend, ob die Projektidee zum Ziel der Stadt Görlitz beitragen kann, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Den Teilnehmern stehen kostenfrei Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft zur Verfügung. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Vereine sind zudem Gastgeber bei den vorübergehenden Arbeitsaufenthalten.

In der ersten Runde sind eine Theaterpädagogin aus Sachsen, eine Projektmanagerin aus Polen und ein selbstständiger Datenwissenschaftler aus Berlin Görlitzer auf Zeit. Interessenten kamen aber auch aus anderen Regionen Deutschlands sowie aus Polen, Österreich, den USA und Brasilien.

Die Probeaufenthalte werden durch das IZS begleitet. Für wenige freie Plätze in der späteren Projektphase sind Bewerbungen bis zum 31. Oktober 2021 möglich. Für die Stadt als Partner des IZS ist das Probewohnen seit dem ersten Durchgang 2008 ein Experiment der Stadtentwicklung. Es soll helfen, Abwanderung und Leerstand zu verhindern.