Novaled weiht 30 Millionen Euro teuren Firmensitz ein

Das zum Samsung-Konzern gehörende Hightech-Unternehmen wächst und hat Millionen in den Dresdner Standort investiert. Die Produkte stecken in vielen Fernsehern und Smartphones.

Dresden (dpa/sn) - Das Dresdner Hightech-Unternehmen Novaled hat nach zweijähriger Bauzeit seinen neuen Firmensitz im Dresdner Norden offiziell in Betrieb genommen. Nach Angaben des Unternehmens vom Mittwoch flossen rund 30 Millionen Euro in das mehr als 10 000 Quadratmeter große Areal, das die sanierte ehemalige Mühle der Heeresbäckerei für Büroräume sowie als «Herzstück» ein neues Technikum umfasst. Das mehr als 100 Meter lange Gebäude dient als Zentrum für Forschung und Entwicklung. Darin sind Chemielabore mit hochmodernen Anlagen sowie mehrere Reinräume untergebracht.

«Modernste Reinräume, drei Mal mehr Laborfläche als am alten Standort und neue Anlagen bieten beste Voraussetzungen, um Innovation aus Deutschland voranzutreiben», sagte Novaled-Geschäftsführer Gerd Günther.

Das Unternehmen mit derzeit 135 Mitarbeitern entstand 2003 als Ausgründung der Technischen Universität Dresden und Fraunhofer und fertigt organische Leuchtdioden (OLED) für die Display-Massenproduktion. OLED sind Halbleiter aus hauchdünnen Schichten organischer Materialien, die auf Glas, flexiblen Metall- oder Kunststofffolien aufgebracht werden können. Dresdner Know-how und Materialien kommen daher in vielen Smartphones, Fernsehern und intelligenten Uhren mit OLED-Display zum Einsatz.

Mit dem neuen Firmensitz sei die mögliche Kapazität um 40 Prozent gestiegen, sagte Günther. Novaled sei längst den «Start-up-Schuhen» entwachsen und mittlerweile weltweit der einzige Lieferant von organischen Materialien für die Massenproduktion von OLED-Displays. Günther verwies dafür auch auf die mehr als 980 bewilligten und angemeldeten Patente.

Nachdem 2011 erstmals schwarze Zahlen geschrieben wurden, verbuchte Novaled im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 104 Millionen Euro. Seit 2013 gehört die Hightech-Firma zum Samsung-Konzern.

«Wer hätte ahnen können, was aus dieser Idee wird», lobte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Forscher und Wissenschaftler seien in Dresden auf ein gutes Umfeld gestoßen. Mit der Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft gehöre Dresden «zu den zehn Top-Städten in Deutschland, die dieses Land ziehen werden.»

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