Nur jeder Fünfte nutzt Haftzeit zur Ausbildung

Mehrere Häftlinge einer Justizvollzugsanstalt (JVA) stehen an der geschlossenen Eingangstür zum Schultrakt.

Dresden (dpa/sn) - Nur etwa jeder fünfte Strafgefangene in Sachsen macht hinter Gittern den Schulabschluss oder eine Berufsausbildung. Ende Juli waren nach Angaben des Justizministeriums 677 verurteilte Inhaftierte in entsprechenden Maßnahmen. 132 drückten die Schulbank, belegten Sprachkurse oder sozialpädagogische Projekte, 545 machten eine Lehre oder Qualifizierung. Vor einem Jahr lag der Anteil derer, die die Haftzeit zur Bildung nutzten, bei reichlich einem Viertel. «Die Zahl Heranwachsender und Jugendlicher im Vollzug nimmt ab», erklärte ein Ministeriumssprecher die Entwicklung. Auch der Anteil der Untersuchungsgefangenen steige, die von Ausbildung und Arbeit ausgenommen sind.

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