Offenbar keine Vorkommnisse beim Chemnitz-Spiel nach Trauer-Skandal

Berlin (dpa) - Im ersten Spiel des Chemnitzer FC nach der umstrittenen Trauerbekundung für einen toten Rechtsextremisten ist es ruhig geblieben. Die schätzungsweise gut 100 CFC-Anhänger im Gästeblock verfolgten die Regionalliga-Nachholpartie am Mittwoch in Berlin beim BFC Dynamo hinter einer Banderole mit der Aufschrift «ULT 1999 RAS» nahezu teilnahmslos. Weitere Anhänger verfolgten die Partie oberhalb der Sitzränge.

Die Berliner Polizei hatte das Spiel im Jahn-Sportpark als «mittleres Risikospiel» eingestuft und war mit bis zu 240 Polizisten vor Ort. Sie hatte Trauertransparente ausdrücklich verboten.

Die Ereignisse seit dem Heimspiel am vergangenen Samstag (4:4) gegen die VSG Altglienicke scheinen der Mannschaft auch zugesetzt zu haben. Ohne ihren Top-Torjäger Daniel Frahn, der vom Nordostdeutschen Fußballverband per einstweiliger Verfügung nach seinem T-Shirt-Jubel gegen Altglienicke vorerst gesperrt worden war, kassierte der Tabellenführer die erste Niederlage seit dem 25. November (1:2 gegen den Bischofswerdaer FV 08). Der CFC unterlag den Berliner Gastgebern, die gegen den Abstieg kämpfen, vor insgesamt 911 Zuschauern mit 1:2 (0:2)

Die Partie war in den Blickpunkt gerückt, nachdem es im Chemnitzer Stadion Trauerbekundungen für den gestorbenen Thomas H. gegeben hatte, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation gilt. Mittelstürmer Frahn hatte bei seinem Jubel ein T-Shirt mit der Aufschrift «Support your local Hools» (Unterstütze seine lokalen Hools) hochgehalten.

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