Opferberatung: «Rassisten deutlich aggressiver» in Freital

Dresden (dpa/sn) - Die Opferberatung RAA und das Kulturbüro Sachsen sehen die Proteste gegen die Asylunterkunft in Freital bei Dresden klar rassistisch motiviert. Art und Weise des dortigen Protests hätten eine «besondere Qualität», erklärte Andrea Hübler von der Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt. «In Freital treten die Rassisten deutlich aggressiver und offener auf, als wir es in anderen sächsischen Orten bisher beobachten konnten.» In den vergangenen Monaten sei es dort bereits zu einer ganzen Reihe von Übergriffen und Bedrohungen gegenüber Asylsuchenden und ihren Unterstützern gekommen. «Von besorgten, asylkritischen Bürgern zu sprechen, die ihrer Angst Ausdruck verleihen, ist hier fehl am Platz.»

Markus Kemper vom Mobilen Beratungsteam des Kulturbüros Sachsen forderte die Stadtverwaltung Freital und regionale Unternehmen auf, sich an die Seite der hilfesuchenden Menschen zu stellen. «Die hasserfüllten Aktionen und Übergriffe müssen durch die Stadt endlich klar verurteilt werden.»

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