Ostdeutsche Wirtschaft pessimistischer für kommende Monate

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Dresden.

Die Stimmung in weiten Teilen der ostdeutschen Wirtschaft hat sich einer Umfrage zufolge deutlich getrübt. Im Dezember sank der regionale Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts den vierten Monat in Folge und lag bei nun 96,0. Von einer «Talfahrt» sprachen die Experten am Montag. Im Sommer hatte der Index noch über der Marke von 100 gelegen. Das Gros der Unternehmen schätzt nicht nur die aktuelle Lage schlechter ein als in den Monaten zuvor. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind demnach pessimistischer.

Das betrifft nicht nur die von Corona-Beschränkungen besonders betroffenen Dienstleistungen und den Handel. Auch das Bauhauptgewerbe bewertet seine Geschäfte schlechter und hat den Ausblick für die kommenden Monate deutlich gesenkt. In dieser Branche sei ein Wintertief allerdings nicht unüblich, hieß es auf Nachfrage. Immerhin: In der Industrie bewerteten die Unternehmen den Angaben nach das laufende Geschäft etwas besser, auch der Ausblick war optimistischer als noch im November.

Der Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes. Sie werden gebeten, ihre aktuelle Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Nach konkreten Gründen für bessere oder schlechtere Geschäftsaussichten wird nach Auskunft des Instituts nicht gefragt. (dpa)

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