Pflicht zum Homeoffice stößt in der Region auf Widerstand

Das Arbeiten zu Hause soll nach dem Willen der Bundesregierung zum Infektionsschutz beitragen. Doch viele Unternehmen halten die geplanten Regeln für eine Zumutung.

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2020 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    4
    lax123
    25.01.2021

    Also eine halbwegs vernünftige Ausstattung kann man sich doch für recht kleines Geld kaufen. Man spart ja genug Fahrkosten. Und Zeit.
    Räumliche Voraussetzungen sind schwieriger. Wer kein HO will/kann, für den bleiben genug Einzelbüros übrig, vermute ich.

  • 9
    2
    Sky
    25.01.2021

    Zum einen wurde es nicht auf die Reihe gebracht in dem letzten dreiviertel Jahr das Netz richtig auszubauen, alleine bei uns steht 6000ter Leitung nur auf dem Papier, wenn 2000ter ankommt ist es viel. Dazu kommen die Räumlichkeiten, das Kind im Home Schooling - Kinderzimmer und ich musste mich in der Wohnstube breit machen ????. Es kann nicht jeder auf Verdacht auf Home Office von Haus aus eine größere Wohnung mieten????. Wir können nur von Glück sagen, das mein Mann nicht auch noch Home Office betreiben muss, sonst wäre Küche oder Schlafzimmer auch noch vollgestellt ????

  • 10
    2
    Bautzemann
    25.01.2021

    Ist das Heimbüro eine reale Lösung? Vom Grundsatz her ja, aber nur in einer Zeit wo das Land von Seuchen heimgesucht wird. Der Vorteil des Arbeitnehmers liegt in der Vermeidung vieler sozialer Kontakte (was auch ein Nachteil sein kann), er spart Fahrtkosten zur Arbeit (Finanzamt passt auf), er hat mehr Zeit für die Familie (Kinder) die im Heimunterricht angeleitet werden müssen. Für wen trifft die Heimarbeit im Heimbüro zu? Für Dachdecker, Maurer, Krankenschwester, Feuerwehrmann, Schlosser, LKW-Fahrer usw. sicher nicht. Hier kann man nur Arbeitnehmer in Verwaltungsbereichen wie Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Ministerien, Versicherungen, Banken und Personalbüros zur Heimarbeit verpflichten. Aber Vorsicht! Unternehmer können sehr schnell erkennen ob das Büro im Unternehmen wieder besetzt werden muss oder nicht! Jede Medaille hat zwei Seiten!

  • 9
    3
    Dickkopf100
    25.01.2021

    Sicher habe ich den falschen Beruf gelernt und arbeite auch nicht mehr in demselben. Habe andere Sachen und Berufe dazugelernt, verschiedene Jobs im Leben gehabt. Doch nur einmal in einem Büro. Nun mag ich sicher im Leben einiges verpasst haben, doch drängt sich mir hier die eine Frage auf: Arbeiten wirklich so viele Leute in Büros? Ist das Erwirtschaften des Bruttosozialproduktes hauptsächlich von Bürotätigkeit abhängig? Sicher, ohne Bürokratie geht nichts mehr. Nur wird grade so getan, als ob alle Arbeitnehmer dieser Welt ein Büro brauchen. Habe ich was verpasst? Gibt es keine Produktion und Dienstleistung mehr? Alles wegen Corona. Doch fragt man eben die Unternehmer. Fragt doch mal lieber die Arbeitnehmer, ob die ihre Arbeit unbedingt zu Hause haben wollen. Sicher einige, aber alle?
    Möglicherweise erkenne ich das Problem nicht, doch sehe ich hier den Trend, dass zu Gunsten der Wirtschaft alles ins Rollen gebracht wird. Die Arbeitnehmer und die Gesundheit ist nur Platz 2.

  • 11
    8
    Deluxe
    25.01.2021

    @pschrobback:
    Im Prinzip haben Sie vollkommen Recht, aber ich halte es zumindest für durchführbar und zumutbar, daß man sich auch privat einen vernünftigen Bürostuhl kauft. Es macht sich bezahlt - und im Homeoffice spart man auch eine Menge Fahrtkosten, insofern gleicht sich auch manches aus.

    Ich möchte meinen Homeoffice-Job nicht mehr missen. Der hat überhaupt nichts mit Corona zu tun, aber er macht Corona etwas erträglicher.

  • 10
    5
    Steuerzahler
    25.01.2021

    Um zur Realität zu finden: in unserer Gegend liegt 6000 an, auf dem Papier. Tatsächlich aber um die 2000. Glückwunsch an alle, die mehr haben und hier schlau daherreden können.

  • 20
    9
    pschrobback
    25.01.2021

    Also ich möchte nicht ständig im home office arbeiten. Dafür habe ich einfach nicht räumlichen Voraussetzungen. Diese müssen nämlich auch gegeben sein. Daran denkt offensichtlich niemand. Um im home office zu arbeiten, sollte man schon ein eigenes Arbeitszimmer zur Verfügung haben und das kann der Arbeitgeber nicht bereitstellen. Ich sitze seit März an meinem Küchentisch. Ich habe kein Arbeitszimmer geschweige denn einen ergonomischen Bürostuhl, wie ich ihn in meinem Büro habe. Jeder denkt nur an die technischen Voraussetzungen, wie Internetleitung, ..., aber daran das man ergonomisch sitzt, denkt niemand.

  • 19
    5
    stiggi
    25.01.2021

    Das größte Problem hierbei sind wohl Akten auf Papier, die man nicht mit nach Hause nehmen darf. Die Unternehmen, welche auf digitale Dokumente gesetzt haben, sind da im Vorteil.

    Wir haben seit letztem Frühjahr die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Das ist mit VPN und Remotedesktop kein Problem. Selbst das Telefonieren über VoIP ist möglich.

  • 27
    3
    Frima715
    25.01.2021

    Ganz ehrlich: ich bin Arbeitnehmer und könnte vielleicht einiges meiner Arbeit im Homeoffice erledigen. An ein paar Tagen im Monat und abhängig davon, welche Arbeiten gerade anstehen, tue ich das auch. Aber ich möchte es nicht andauernd, weil ich hier zu Hause gar nicht die Voraussetzungen habe, in Ruhe zu arbeiten.

  • 25
    18
    lax123
    25.01.2021

    Das Problem der Arbeitgeber kann kaum technischer Natur sein.
    Vielmehr handelt es sich um gefühlten Kontrollverlust und geringerer Möglichkeiten zur Machtausübung. Im Prinzip also Managementversagen aufgrund fehlender Unternehmenskultur des 21. Jh - viele Chefs sind alt und haben es nicht besser gelernt.

    Hoffentlich wandelt sich die Arbeitswelt massiv, so dass die Präsenzpflicht entfällt und nur bei Wunsch des AN möglich ist.

  • 15
    3
    Destiniy
    25.01.2021

    Also ich wäre über eine schnellere Leitung erfreut unser DSL 16 (tatsächlich 10 down 1 up) reicht für 2 teams conferenzen ohne video und bildschirmpräsentation (ich und meine Frau) oder halt einr mit video oder präsentation.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle das meien Tochter 2 Klasse auch noch Videokonferenzen hat. Dann wäre bim.

  • 30
    14
    tbaukhage
    25.01.2021

    Auch hier gilt das bekannte Sprichwort: "Wer will, findet Wege. Wer nicht will, erfindet Ausreden."

  • 24
    22
    GrauerWolf
    25.01.2021

    Denkhorizont erweitern...
    Sicherlich können viele Arbeitsprozesse im Home-Office erledigt werden, diese Tendenz ist absolut begrüßenswert. Home-Office und Videokonferenzen verursachen weniger Stress auf dem Arbeitsweg und ggf. auf dem Weg zum Termin. Nicht zu vergessen die Einsparungen für den Arbeitnehmer an Eigenkapital für den Autokauf, sowie der laufenden Unterhaltskosten für den fahrbaren Untersatz denn, die Organisation des Arbeitsweges obliegt ihm selbst.
    Home-Office entlastet jedoch nicht nur das eigene Familienbudget, sondern auch die Natur. Einige Arbeitgeber haben wohl vergessen, dass der Mensch durch den Raubbau an der Natur maßgeblich auch diese Pandemie verursacht hat, dass wir alle in einem Boot sitzen und das dies hoffentlich nicht die Arche Noah ist...
    Meint Ihr Grauer Wolf

  • 26
    7
    thelittlegreen
    25.01.2021

    In unserem Unternehmen (ca. 1.500 Mitarbeiter) reicht auch DSL 6000 aus um im häuslichen Umfeld arbeiten zu können. Die meisten Anwendungen laufen auf den Servern an den Standorten. Die Verbindung von zu Hause dahin wird per VMware aufgebaut.
    Ich glaube eine Leitung dieser Größenordnung wird auch für viele andere Fälle ausreichen.

  • 47
    8
    Steuerzahler
    25.01.2021

    @TWe: Und 50-er Internet hat wohl Ihrer Meinung nach jeder? Schön wäre es! Die Realität sieht anders aus, so man sie wahrhaben will!

  • 40
    28
    TWe
    25.01.2021

    @Steuerzahler
    Der Großteil der im Home-Office benötigten Anwendungen (z. B. MS-Office oder auch SAP) funktioniert mit einem DSL50-Anschluss in einem ausreichenden Umfang aus der Ferne. Hier ist ein Glasfaseranschluss nicht zwingend notwendig.

    Das Thema des fehlenden Breitband-Ausbaus wird von vielen Unternehmen demgegenüber als Vorwand dafür angeführt, dass sie sich der Thematik "Home-Office" nicht stellen müssen.

  • 75
    8
    Steuerzahler
    25.01.2021

    Wenn das Tempo des Breitbandausbaus genau so groß wäre wie das Tempo, in dem die Politik ihre Forderung an Wirtschaft und Privat stellt, wären wir heute in Sachen digitaler Infrastruktur nicht hinter Albanien!

  • 66
    9
    Suppenfrosch
    25.01.2021

    Es ist ja auch "putzig" wenn die Regierung Dinge von der Privatwirtschaft einfordert, die nicht mal in den eigenen Behörden umgesetzt werden (können).

    Nur als Anmerkung: ich kritisiere nicht die Bekämpfung der Pandemie grundsätzlich, die ist wichtig und richtig. Aber die Umsetzung unserer Regierung ist streckenweise nur mittelmäßig.

  • 67
    19
    TWe
    25.01.2021

    Es gibt genügend Stellen in der Wirtschaft, bei denen die Mitarbeiter ihre Arbeit vor Ort (d. h. an ihrer Arbeitsstelle) erledigen müssen. Für die klassischen "Schreibtischtäter" gilt das in den allermeisten Fällen nicht. Diese können sich aber eben im Büro auch nicht gegenseitig anstecken, wenn sie dort nicht auftauchen.

    Das Problem in den Unternehmen liegt maßgeblich darin begründet, dass Home-Office von den Führungskräften immer noch mit einem Privileg für die Mitarbeiter gleichgesetzt wird. Dazu kommt die Befürchtung, die Mitarbeiter nicht mehr kontrollieren zu können.

    Die Begründungen im Hinblick auf fehlende technische Voraussetzungen, Datenschutz usw. sind im Jahr 2021 nicht mehr wirklich relevant.

    Wenn sich die Unternehmen nicht schnell und konsequent auf dezentrales Arbeiten einstellen, werden sie vermutlich irgendwann auf der Strecke bleiben. Es kann nämlich aktuell keiner sagen, ob die Corona-Einschränkungen nur vorübergehend sind oder zum Dauerzustand mutieren.

  • 80
    11
    TWe
    25.01.2021

    "Darüber hinaus müssten Mitarbeiter sachgerecht geschult und auf die Arbeit im Homeoffice vorbereitet werden"

    Beim Lesen dieser Zeilen tut mir vom Kopfschütteln der Nacken weh.

    Ich arbeite in einem Großunternehmen mit mehreren tsd. Mitarbeitern. Im ersten Lockdown wurden im Mrz. ca. zweitausend Leute quasi über Nacht ins Homeoffice geschickt. Technisch und prozessual hat das anfangs natürlich nur höchst holprig funktioniert. Nach inzwischen mehr als 9 Monaten (Ein "richtiges Zurück" in den Normalzustand gab es in 2020 nicht.) haben sich die Abläufe soweit eingeschwungen, dass es bei der Leistungsfähigkeit keinen Unterschied zur Vor-Corona-Zeit mehr gibt.

    Die Unternehmensleitung hat im Übrigen auch sehr deutlich gesagt, dass sie sich ohne Corona niemals getraut hätte, so viele Leute über Nacht ins Home-Office zu schicken.

    Auf die Idee, dass hierfür jemand geschult werden müsste, ist allerdings niemand gekommen....