Politikwissenschaftler Patzelt schreibt CDU-Wahlprogramm mit

Dresden (dpa/sn) - Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt schreibt das Wahlprogramm für die sächsische CDU zur Landtagswahl mit. Das teilte die Partei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zuvor hatte die «Sächsische Zeitung» darüber berichtet. Patzelt wird demnach neben Generalsekretär Alexander Dierks Vorsitzender der Programmkommission.

Der Professor gilt als konservativ und ist CDU-Mitglied. Laut Zeitung geht der 65-Jährige im März in den Ruhestand. Kritiker hatten ihm in der Vergangenheit eine Nähe zu Pegida unterstellt, was Patzelt immer zurückgewiesen hatte. Er hatte sich in seiner Arbeit ausführlich mit dem fremdenfeindlichen Protest-Bündnis befasst.

Sachsen wählt am 1. September einen neuen Landtag.

Bewertung des Artikels: Ø 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
30Kommentare
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  • 3
    5
    Blackadder
    20.01.2019

    Es gibt keinen Fall Patzelt. Ich muss zugeben, dass auch ich ihm hier auf den Leim gegangen bin. Er geht einfach in Rente. Mehr nicht. Eine Seniorprofessur ist selten und wird von der Uni nie automatisch gewährt. Patzelt hat sich nur selbst zum Opfer gemacht.

  • 5
    4
    Steuerzahler
    20.01.2019

    Blackadder, Sie sollten sich, falls das Ihr Weltbild vereinbart, mit den philosophischen Begriffen Erkenntnis, Wahrheit, subjektive Reflektion, Sein, Bewusstsein usw. auseinandersetzen. Dann merken Sie, falls Sie das zulassen, dass eine andere subjektive Meinung nicht zwangsläufig die Neutralität verletzen muss. Wie sonst sollen wissenschaftliche Erkenntnisse veröffentlicht werden, die nicht dem althergebrachten Erkenntnisstand oder dem vorherrschenden Mainstream entsprechen. Der „Fall“ Patzelt zeigt, wie richtig es war, dass Stefan Kretzschmar das gesellschaftliche Problem angesprochen hat. Der Beweis dafür wurde, sicher unfreiwillig, erbracht.

  • 2
    4
    Blackadder
    19.01.2019

    Ich muss keineswegs neutral sein, ich bin ja kein Politikwissenschaftler.

  • 6
    3
    Steuerzahler
    19.01.2019

    Blackadder und Neutralität! So etwas nennt sich antagonistischer Widerspruch!

  • 2
    7
    Blackadder
    19.01.2019

    Nein Steuerzahler. Es ist eine Frage der Neutralität.

  • 5
    3
    Steuerzahler
    19.01.2019

    Na Blackadder, schon tüchtig gefeiert, dass jemand anderer Meinung kaltgestellt wird? Wieviele der POLITIKwissenschaftler, die durch Nachplappern der vorgegebenen Mainstreammeinung Politik betrieben, haben deswegen keine Professur oder anderweitige Anstelliung erhalten? Hat die TU Dresden Angst um staatliche Forschungsgelder gehabt und im vorauseilenden Gehorsam gehandelt?Deutschland von heute! Schön für Sie, wenn sie zufrieden sind. Es ist eben eine Frage des Charakters.

  • 3
    8
    Blackadder
    19.01.2019

    Zur Info für alle, die Herrn Patzelt für einen neutralen Wissenschaftler halten:

    "Auf "unzulässige Weise die wissenschaftliche und die politische Rolle" vermengt?

    Der Politikwissenschaftler Patzelt verliert seine Anbindung an die Technische Universität Dresden.
    https://t.co/CINI5IFIrZ"

  • 3
    1
    09.01.2019

    Ich will es versuchen, Deluxe@, wobei ich 'versuchen' betone.

    Herr Patzelt wurde bisher von einer breiten Leserschaft trotz seiner CDU-Mitgliedschaft, was kein Widerspruch sein muss, als offener und sachlich-kritischer Beobachter der Politszene besonders im Osten wahrgenommen.

    Durch seine Mitarbeit am neuen CDU-Programm vermutet offenbar ein Teil seiner Anhänger und Sympathisanten, dass er die für seine politischen Einschätzungen notwendige Unabhängigkeit als Wissenschaftler zugunsten von stärkerer Betonung von CDU-Interessen in seinen Analysen verlieren könnte.

  • 6
    3
    Deluxe
    08.01.2019

    Ich frag jetzt einfach nochmal:

    Warum soll ein CDU-Mitglied nicht am Wahlprogramm der CDU mitschreiben dürfen?

  • 4
    2
    Steuerzahler
    08.01.2019

    @ Blackadder: Vorschlag zur Güte: Meinen letzten Beitrag nochmals lesen und versuchen zu verstehen! Vielleicht merken Sie dann, dass es genau nicht darum ging! Aber wie immer drehen Sie die Sache so, wie Sie sie gerne hätten.

  • 3
    5
    Blackadder
    08.01.2019

    @Malleo: Keine Angst, malleo. Ich tue genug. Andererseits wüsste ich auch nicht, was Sie das anginge.

  • 6
    4
    Malleo
    08.01.2019

    Blackadder,
    Sie sind im Kommentarbereich omnipräsent und lassen keinen Beitrag zum Beitrag aus.
    Sehr löblich, doch haben Sie sich schon bei all Ihrem Wissen mit bleibenden Spuren in diese Gesellschaft eingebracht?
    Haben Sie z.B. politische Ämter zum Gestalten begleitet, für Projekte der Infrastruktur dieses Landes verantwortlich gezeichnet, humanitäre Hilfe den Schwachen dieser Gesellschaft angedeihen lassen, Entwicklungen vorangetrieben, die die Zukunft der Menschen auch nur ein kleines Stück sichert?
    Man kann seine Meinung, auch wenn diese konträr ist, gern einbringen.
    Doch zum Gestalten braucht es mehr als kluge Kommentare, es braucht Mehrheiten.
    Haben Sie jemals den Versuch unternommen, diese, Ihre Meinungen und Ansichten mehrheitsfähig zu machen?
    Sie dürfen, müssen aber nicht im Forum antworten, Herr Strobel darf Ihnen meine mail Adresse nennen.

  • 2
    7
    Blackadder
    08.01.2019

    "weil man die eigene Meinung als das einzig und allein Wahre ansieht."

    Leider Steuerzahler, machen Sie in ihrem Kommentar genau das.

  • 5
    2
    Steuerzahler
    08.01.2019

    @cn3...: „Und lieber @Steuerzahler: woran machen sie fest, welche Ansichten realitätsfern sind?“ Ja woran wohl? Wie das Wort schon sagt, generell und unabhängig von der Person an der Realität! Auch wenn die Wahrnehmung stets subjektiv geprägt ist fällt doch auf, wenn grundlegende Tatsachen ignoriert, verneint oder vorsätzlich falsch interpretiert werden. Mit falsch meine ich selbstverständlich nicht eine andere Meinung zur Tatsache, sondern eine absichtliche Verdrehung oder Verkehrung und eine Haltung, die man zu DDR-Zeiten mit „Betonkopf“ bezeichnet hätte, weil man die eigene Meinung als das einzig und allein Wahre ansieht. Im Extremfall mündet das, wie in der jüngsten Zeit zu sehen, in Bombenanschlägen auf Sachwerte und Angriffen auf Personen missliebiger Parteien oder zumindest der Zustimmung zu diesen, weil man sich der gesellschaftlichen Zustimmung aufgrund seiner politischen Verortung und dem Gebaren der etablierten Parteien sicher glaubt. Das Wesentliche dabei ist der Unterschied zwischen sachlich fundierter, objektiver Kritik und Hetze gegen die Person wegen derer Ansichten und Meinungen.

  • 6
    1
    Malleo
    07.01.2019

    cb3...
    Nichts.
    Dafür darf man feststellen, dass Ihre Leitplanken für Höflichkeit schon stark erodiert sind.
    Woran ich das festmache?
    DER Patzelt.
    Alles klar?
    Das ist u.a. ein Grund dafür, darüber nachzudenken, diese Kommentarfunktion zu verlassen, weil ich bei vielen Einträgen nicht den Eindruck habe, dass jene den
    A .... in der Hose hätten, das Geschriebene auch dem Gegenüber ins Gesicht zu sagen.
    Manche(heißt keineswegs alle!!) finden
    in Foren wie diesen und in der Anonymität die geeignete Form für Frustbewältigung oder Befriedigung nach grünen/roten Daumen.
    Deshalb ziehe ich es auch vor, mit Klarnamen am Leserforum der FP teilzunehmen, gleichwohl man nur marginal die Chance hat, für die Veröffentlichung vorgesehen zu werden.
    Das ist es mir aber wert.
    Deshalb weiter viel Freude beim Übereiander statt zu Sache zu schreiben.

  • 5
    4
    cn3boj00
    07.01.2019

    Von mir aus kann jeder der will an einem Programm einer Partei mitschreiben, die davon nicht besser wird. Der Patzelt ist mir aber von jeher suspekt. Auf jeden Fall decken sich seine Erkenntnisse und vor allem Schlussfolgerungen nicht mit den meinen. Und deshalb fasse ich es einfach mal so zusammen: noch ein Grund mehr, diese Partei nicht zu wählen.
    Und lieber @Steuerzahler: woran machen sie fest, welche Ansichten realitätsfern sind? Doch bestenfalls daran, dass diese nicht den Ihren entsprechen? Oder glauben sie zu wissen, welche Ansichten richtig und welche falsch sind, so wie das auch ein Herr Patzelt meint zu wissen? Es ist schon kurios, wie oft hier anderen vorgeworfen wird, diese ließen keine eigenen Ansichten als die eigenen gelten, gleichzeitig aber diese Ansichten als falsch dargestellt werden, weil sie anders sind als die eigenen. Und mir fällt auch auf, dass dies meist einseitig passiert. Ich will mich nicht auf eine rechts-links-Diskussion einlassen, aber soweit ich die Beiträge von Blackadder beurteilen kann, beinhalten sie in der Regel immer nur eine eigene Meinung , die man akzeptieren kann oder nicht. Und im Gegensatz zu vielen anderen Schreibern hier behauptet Blackadder nie, dass die Meinung der anderen falsch, realitätsfremd oder abwegig sei.
    @Malleo, was stört sie denn daran, wenn man manche Meinung des Herrn Patzelt aus eigenem gesunden Menschenverstand heraus nicht teilen mag?

  • 3
    2
    Malleo
    07.01.2019

    Blackadder
    Sehr überzeugende Antwort.

  • 3
    7
    Blackadder
    07.01.2019

    PS:Woran machen Sie rechts verortetes Forum fest?

    An der Mehrheit der hauptsächlich Kommentierenden.

  • 5
    3
    Malleo
    07.01.2019

    Blackadder
    Habe ich von einem unseriösen und parteiergreifenden Wissenschaftler geschrieben?
    Lesen, nachdenken,schreiben.
    Manchmal hilft auch die Einsicht, dass verstehen nicht automatisch akzeptieren heißen muss.
    PS:Woran machen Sie rechts verortetes Forum fest?

  • 7
    5
    Steuerzahler
    07.01.2019

    @Blackadder: „Als Politiker, NICHT als Wissenschaftler, darf ich eine abweichende Meinung zu ihm haben“. Das ist einer der Punkte, warum Sie Außenseiter in diesem Forum sind, nicht Ihre zweifelsfrei realitätsfernen Ansichten. Sie verneinen den wissenschaftlichen Meinungsstreit, der die eigentliche Grundlage neben der Forschung für eine Weiterentwicklung ist. Das rührt daher, dass Sie außer ihrem Standpunkt keinen anderen zulassen.

  • 3
    7
    Blackadder
    07.01.2019

    @Malleo: Ich denke, Patzelt ist ein seriöser, unparteiischer Wissenschaftler? Alles, was Sie schreiben, klingt da aber so gar nicht danach!

    Als Politiker, NICHT als Wissenschaftler, darf ich eine abweichende Meinung zu ihm haben und die auch äußern. Ich weiß, dass ich hier in diesem doch größtenteils politisch eher nach rechts driftenden Forum da die Ausnahme bin, aber damit kann ich leben.

  • 7
    3
    Malleo
    07.01.2019

    Blackadder
    Was stört Sie am Verständnis Patzelts an Standpunkten der AfD zu bestimmten Politikfelder, wenn er sie bei der CDU nicht mehr findet?
    Er ist sicher dabei nicht der Einzige.
    Richter setzte sein " Hört endlich zu" nicht ohne Grund dem " Wir schaffen das" entgegen.
    Pegida und AfD sind nicht mal so aus heiterem Himmel gefallen.
    Das konservative Vakuum rechts vor der Wand wurde wieder gefüllt.
    Die Werteunion in der CDU ist noch nicht stark genug, diese geprüften und für gut befundenen(konservativen) Kernaussagen wieder zu besetzen.
    Wenn Patzelt programmatisch hilft, das zu tun, gerät das der CDU bei Wählern sicher nicht zum Nachteil.

  • 8
    3
    Freigeist14
    07.01.2019

    Nicht das die sächsische AFD Herrn Patzelt nach Ausarbeitung des Programms mit Plagiatsvorwürfen entgegen kommen muss .

  • 4
    9
    Blackadder
    07.01.2019

    @Matteo: "Haben Sie mit Patzelt schon einmal diskutiert oder kennen Sie diesen Mann nur aus Medien?"

    Ich kenne Herrn Patzelt durch seine Aussagen und seine Arbeit. Beides zeigen eine extrem große Nähe zu Pegida und der AfD.

    Beispiele:

    Am 25.10.2018 referierte Prof. Werner Patzelt für die AfD in Bremen zum Thema „Ein Jahr AfD im Bundestag“ zusammen mit Dr.Marc Jongen (AfD-MdB) und dem NSU- und NS Chemnitz nahen-Benedikt Kaiser.

    Hier verteidigt er Pegida: https://www.zeit.de/2018/44/werner-patzelt-aktivist-politikprofessor-cdu-rechtspopulismus/seite-2

    Von Twitter: "Als erster seiner Zunft“ forderte Patzelt im Juni 2018 eine Koalition aus CDU und AfD „um sich nicht von den Parteien links von der CDU erpressbar zu machen“ und da es „offenbar eine rechte Bevölkerungsmehrheit“ gäbe."
    https://twitter.com/Nicoles44180590/status/1081890916208701440

    Noch mehr Verständnis für Pegida: https://www.welt.de/politik/deutschland/article186594788/Politologe-Patzelt-CDU-Stratege-mit-Verstaendnis-fuer-Pegida.html

  • 9
    4
    Deluxe
    07.01.2019

    Prof. Patzelt ist Mitglied der CDU. Und in dieser Eigenschaft immerhin ein seiner eigenen Partei gegenüber kritischer Geist geblieben, was man beileibe nicht von allen Parteimitgliedern sagen kann - in allen Parteien.

    Was ist daran ehrenrührig, wenn ein Mitglied am Programm seiner Partei mitschreibt? Das sollten vielleicht viel mehr Mitglieder tun - in allen Parteien.

  • 3
    1
    Steuerzahler
    06.01.2019

    Das Ganze hat schon einen komischen Anstrich eines gekonnten politischen Schachzuges und generiert den Verdacht, dass hier eine kritische Stimme sehr elegant vereinnahmt wurde. Ohne an den Motiven des Herrn Parzelt zu zweifeln, aber was ist, wenn er nichts bewirken kann und anschließend für das Ergebnis in Mithaftung genommen wird?

  • 5
    2
    Malleo
    06.01.2019

    Blackadder
    Was halten Sie von Beiträgen zur Sache?
    Haben Sie mit Patzelt schon einmal diskutiert oder kennen Sie diesen Mann nur aus Medien?
    Einfach mal runterkommen und weniger Polemik.
    Das gilt nicht nur für diesen "Beitrag" von Ihnen.
    Zur Sache selbst, die Sicht auf die gesellschaftlichen Probleme ist an kein Parteibuch gebunden, zählt doch der gesunde Menschenverstand zu den am weitesten verbreiteten Dingen auf dieser Welt.
    Davon hat Prof. Patzelt in zahlreichen Beiträgen und intensiven Gesprächen recht viel eingebracht.

  • 7
    3
    Lesemuffel
    06.01.2019

    Nun will sich Patzelt offenbar Rehabilitierung, damit er nicht als Querulant gilt und in Ehren in den Ruhestand verabschiedet wird. Damit passt sich eine bisher kritische Stimme wieder voll der verbrauchten CDU an. Er ist nun uninteressant geworden, denn von diesen Leuten wimmelt es ja in der CDU.

  • 4
    14
    Blackadder
    06.01.2019

    @klapa: Ja, sehr lustig- vor allem das unbefangen.

    Patzelt soll offensichtlich ganz ungeachtet irgendwelcher Beteuerungen unseres MP den Weg zur schwarz-braunen Koalition ebnen. Wie sagte er so schön?

    „Man bekommt keine Stabilität, wenn man gegen die #AfD koaliert.“

    Sachsen, mir graut vor Dir.

  • 10
    6
    06.01.2019

    Das ist Herrn Patzelt natürlich unbenommen und seine freie Entscheidung, an einem Parteiprogramm seiner Auswahl mitarbeiten zu wollen.

    Seine Anhänger werden ihn als unbefangenen und kritischen Betrachter der politischen Szene im Bund und in Sachsen, der sich nun in den Dienst einer Partei einspannen lässt, vermissen.



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