Polizei: Keine Erkenntnisse zu Tatverdächtigen in Leipzig

Dresden/Halle (dpa) - Die Polizei hat Berichte dementiert, wonach sich ein Verdächtiger im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen von Halle im Leipziger Stadtgebiet aufhalten soll. Dazu gebe es vorerst keine Erkenntnisse, sagte ein Sprecher der Polizei in Leipzig am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind alle in höchster Alarmbereitschaft.» Eine Gefahrenlage gebe es derzeit aber nicht in der Stadt. Die Polizei hat ein Bürgertelefon geschaltet.

In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen in der Nähe einer Synagoge erschossen worden. «Es sind schreckliche Nachrichten, die uns an diesem Tag aus Halle erreichen. Ganz ‎gleich, welchen Hintergrund eine solch grausame Tat auch hat, ich verurteile sie auf das ‎Schärfste. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer», sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU).

Die Polizei in Sachsen wurde nach Angaben des Innenministeriums in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Zudem sei der Schutz jüdischer Einrichtungen ausgeweitet worden. Die notwendigen Maßnahmen werden von einem eigens einberufenen Einsatzstab der Polizei in Leipzig aus geleitet. Die sächsischen Beamten unterstützen zudem die Kollegen in Sachsen-Anhalt sowohl mit Technik als auch mit Einsatzkräften.

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