Polizei wendet sich gegen Falschinformationen im Netz

Schriftzug «Polizei» auf der Motorhaube eines Funkstreifenwagens.

Reichenbach (dpa/sn) - Nach der Festnahme eines 20 Jahre alten sogenannten Intensivtäters wendet sich die sächsische Polizei ausdrücklich gegen Falschinformationen im Netz. Dort kursiere hartnäckig das Gerücht, dass der junge Mann in Reichenbach eine Angestellte mit einer Schere in den Hals gestochen habe, teilte die Polizeidirektion Görlitz im Freitag mit. Das sei falsch. Richtig sei, dass der 20-Jährige in einem Supermarkt eine Schere gestohlen habe und dann festgenommen wurde. Er habe zudem schon einiges auf dem Kerbholz, von Leistungserschleichung bis Körperverletzung, so dass Untersuchungshaft angeordnet wurde.

Die Polizei rief die «werten Internet- und Facebook-Nutzer» dazu auf, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, bevor sie mit einem Knopfdruck ungeprüfte und häufig falsche Gerüchte weiterverbreiteten. Damit trügen sie zu noch mehr Verunsicherung bei. «Ganz offensichtlich legen es manche Fake-News-Ersteller leider genau darauf an», erklärte die Polizei.

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