Präsident: Fraunhofer gutes Beispiel für Zusammenwachsen

Dresden (dpa) - Bund und Länder haben zwischen 1990 und 2016 gut eine Milliarde Euro in Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft in den ostdeutschen Bundesländern investiert. 590 Millionen Euro flossen in Baumaßnahmen, 490 Millionen Euro in die Ausstattung, sagte Präsident Reimund Neugebauer am Montag in Dresden. Dort feiert die Wissenschaftsorganisation unter dem Motto «#real_digital: Wir vernetzen Welten» ihr 25-jähriges Engagement im Osten. Für Neugebauer eine Erfolgsgeschichte, die nicht selbstverständlich war.

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) lobte die damalige Weitsicht, Leidenschaft und Innovationskraft der Gesellschaft. Sie habe das Potenzial früher als andere Organisationen erkannt, schnell mit dem Aufbau begonnen und damit sehr effizient zur Umstrukturierung der Forschungslandschaft beigetragen. «Es wurde manches Experiment gewagt, von dem wir bis heute profitieren.»

Aus 21 Instituten, Außenstellen und Projekten sind über 50 geworden, die Mitarbeiterzahl vervierfachte sich auf 4500, das Budget wuchs von 83 Millionen Euro pro Jahr auf 523 Millionen Euro, sagte Neugebauer. Der Ertrag bei Projekten sei vorbildlich, trotz noch immer schwächerer Wirtschaft. Bei wissenschaftlicher Exzellenz, innovativer Durschlagskraft und Selbstbewusstsein im internationalen Wettbewerb gebe es keine Unterschiede zum Westen. «Fraunhofer ist in gewisser Weise ein positives Beispiel für das Zusammenwachsen Deutschlands.»

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