Proteste gegen Kürzung des Schulsports

Mit einer neuen Stundentafel, die ab 2019 gelten soll, wird in vielen Fällen auch die dritte Sportstunde gestrichen. Ein Plan, für den der Kultusminister heftig in der Kritik steht.

6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    HHCL
    18.07.2018

    @ZwischenDenZeilen: Ich kann Ihnen ja in weiten Teilen zustimmen, aber der Lehrermangel ist kein Vorwand, sondern sehr real und wird durch die Arroganz und Unfähigkeit der sächsischen Schulämter nur noch verstärkt. Hier hat man jahrelang geschlafen und glaubt immer noch man wäre was besseres und die Lehrer würden schon kommen, einen Knicks machen und sich dann ewig freuen, dass sie vom Freistaat verarscht werden.

    Aber auch das ist Grund genug den Ämtern und Ministerien diese Probleme mal deutlich vor Augen zu führen.

  • 2
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    smc14
    18.07.2018

    Noch ein Aspekt, der hier noch garnicht bedacht wurde: GTA heißt "Ganztagesangebot". Für die Schüler also vormittags Schule und nachmittags (Sport-)Arbeitsgemeinschaften. Das impliziert eine Betreuung in der Zwischenzeit, also Beschäftigung, Hausaufgabenhilfe, ... bis hin zu einer Mittagsessenversorgung. Lehrer werden dafür nicht zur Verfügung stehen(können). Das GTA liegt im Übrigen in der Verantwortung des Schulträgers (Gemeinde, Stadt, LRA), mi thin auch die Bereitstellung des Betreuungspersonals.

  • 8
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    vomdorf
    18.07.2018

    Das mit den Ganztagsangeboten wird nicht nur aus logistischen Gründen nicht funktionieren
    Wer soll das denn machen? Wenn schon EIN AG- Leiter gefunden würde, der kann vielleicht eine Stunde Sport machen...mit ca. 20 Kindern. Wenn dieser Leiter berufstätig ist, muss ja auch Platz in der entsprechenden Turnhalle sein, wenn er Zeit hat.Es gibt ja auch viele außerschulische Arbeitsgemeinschaften, die irgendwie in sie Hallen wollen...oder im Sommer auf die Sportplätze.
    So, wie das Kultus es sich denkt, ist das gar nicht realisierbar.
    In Städten finden sich vielleicht Studenten, die man für diese Aufgabe begeistern könnte, allerdings werden die oft von sog. Agenturen vermittelt, die dafür Gelder abfassen, die eigentlich für die Kinder sind.

    Das Problem ist einfach, dass es zu wenige Lehrer gibt.
    Freie Presse könnte sich doch mal schlau machen, wieviele der über den Sommer arbeitslosen Lehrer in an Sachsen grenzenden Bundesländern nun mit wehenden Fahnen an die sächsischen Schulen strömen....wie in Dresden gehofft.

  • 2
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    aussaugerges
    18.07.2018

    Das ist auch ein Grund aus Protest anders zu wählen.

  • 11
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    HHCL
    17.07.2018

    Das Verhalten des Kultusministeriums ist überhaupt nicht planlos, denn es geht nicht um den Sport oder die Gesundheit der Kinder, sondern einzig und allein darum das Unvermögen der Landesregierung ausreichend Lehrer einzustellen zu vertuschen. Was in Sachsen zur Zeit im Bildungsbereich passiert ist skandalös. Das die Eltern nicht Sturm laufen und den Ministerien und Bildungsagenturen klar und deutlich aufzeigen, dass es so nicht weitergeht, ist bedauerlich.

  • 9
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    ZwischenDenZeilen
    17.07.2018

    Bitte diese Pläne nächsten Herbst zur Landtagswahl berücksichtigen. Mit Kita-Umfrage Partizipation heucheln und direkt im Anschluss Schulstunden kürzen??

    Übrigens: glaubt irgendjemand dass die gekürzten Stunden irgendwann zurückkommen? Unter dem Virwand des Lehrermangels wird hier heimlich der dauerhaft schlanke Staat etabliert.

    Aufruf an alle Leser: Schreiben Sie an Ihren Landtagsabgeordneten und machen Sie ihre Meinung deutlich. Auf wessen Kosten gehen die geplanten Entscheidungen? Hatten nicht immer gerade die Kosten davor gewarnt, die Zukunft des Landes zu gefährden (durch Überschuldung)?



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