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Sachsen
Publikumspreis „Tradition und Form 2025“: Hier geht es zur Abstimmung

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Alle zwei Jahre kürt die Branche beim Wettbewerb „Tradition und Form“ ihre innovativsten Neuentwicklungen. Bis zum 10. Juli läuft das Online-Voting für den Publikumspreis.

Chemnitz/Olbernhau.

Die Jury hat getagt – mehr als fünf Stunden. Im Gestaltungswettbewerb Tradition und Form 2025 des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller stehen die Preisträger fest. Wer die sind, wird an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Und eigentlich fehlt auch noch einer: der Publikumsliebling. Den küren Sie, liebe Leser. Zwölf Exponate stehen beim Online-Voting zur Wahl. Dabei können auch Sie gewinnen. Doch dazu später.

Für den Wettbewerb, der alle zwei Jahre stattfindet, waren insgesamt 16 ganz unterschiedliche Erzeugnisse eingereicht worden. Daraus hat die Jury zwölf nominiert. Eine schwere Entscheidung. Insbesondere für jemanden wie Wolfgang Braun. Er ist Holzspielzeugmachermeister, gestaltet selbst und war fünf Jahre Leiter von „Denkstatt“ in Seiffen. Das ist ein Projekt, in dem das traditionelle Handwerk ebenso wie Konzepte im Design, Marketing und Vertrieb neu gedacht werden sollen. „Ich gehe mit Vorfreude zu den Jurysitzungen. Versuche dort in die Gedankenwelt anderer einzutauchen und unparteiisch Entscheidungen zu treffen“, sagt der Deutschneudorfer. Mit seiner Expertise gehört er inzwischen seit mehr als 25 Jahren der 12-köpfigen Jury an.

Preis des Artikels spielt keine Rolle

Für die Bewertung Priorität haben für ihn die Punkte Neuheit und eben Tradition und Form. Keine Rolle für den Juroren Braun spiele der Preis eines Artikels. Die Entwicklung von Neuheiten sei ganz entscheidend. Das habe ihn selbst auch immer angetrieben, wenn er sich mit seinen Produkten an Wettbewerben beteiligt hat. Und das zeichne auch die Branche aus, die sich in den vergangenen rund 150 Jahren ständig im Wandel befand. „Ich sehe mich diesbezüglich in der Reihe derer, die sich immer wieder neu erfinden“, sagt Wolfgang Braun.

Neben traditionellen Gestaltungs- und Handwerkstechniken wird künftig wohl auch Künstliche Intelligenz eine Rolle spielen. „Gerade die junge Generation nutzt KI, um sich inspirieren zu lassen“, sagt der Deutschneudorfer. Und junge Gestalter sorgten regelmäßig für neuen Schwung in der Erzgebirgischen Volkskunst. Ein Beispiel ist Emma Brix. Sie hat beim Wettbewerb 2023 einen Hauptpreis mit ihren „Luftschlössern“ gewonnen, mit der sie Pyramiden neu gedacht hat. Die damalige Designstudentin war unter Leitung von Wolfgang Braun bei Denkstatt Stipendiatin.

Einen Wettbewerbsartikel zu fertigen, der auch noch erfolgreich sein soll, geht nicht auf Knopfdruck. „Ich mache das meist mit meiner Frau Elisabeth zusammen. Als gelernte Holzspielzeugmacherin ist sie ebenfalls vom Fach. Während sie mit einer Zeichnung beginnt, fange ich meist gleich an der Drechselbank an“, erläutert der Deutschneudorfer. Das erste Ergebnis wird dann entweder sofort verworfen oder bleibt erst mal ein paar Tage in der Ecke stehen, bevor es weiter verfeinert wird. „In einer Sackgasse zu landen, geht dabei schneller, als man denkt. Ebenso kann es passieren, dass ein Produkt, an dem mein Herz hängt, vom Markt gar nicht angenommen wird“, erklärt Wolfgang Braun. Kunsthandwerk liege also im Auge des Betrachters. „Dem einen gefällt das, dem anderen jenes.“

Abstimmen und gewinnen

Und was gefällt Ihnen, liebe Leser? Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie, welches auf dieser Seite abgebildete Erzeugnis den Publikumspreis erhalten soll, den die „Freie Presse“ seit 2009 stiftet. Abstimmen können Sie online ab sofort und noch bis zum 10. Juli. Damit nehmen Sie an einer Verlosung teil, bei der Sie als Hauptpreis ein Luftschloss der Designerin Emma Brix im Wert von 200 Euro gewinnen können, das von der Firma Emil A. Schalling aus Seiffen zur Verfügung gestellt wird. Ferner werden weitere vier vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller gestiftete Preise im Wert von je 50 Euro verlost.

Die Preisträger des Wettbewerbes werden in feierlichem Rahmen zum Spielzeugmacherfestival Ende August in Seiffen geehrt. Ihre Werke werden anschließend in einer Ausstellung öffentlich präsentiert, verrät Verbandsgeschäftsführer Frederic Günther. (tw)

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