Razzia in Dresden: Verdacht auf kriminelle Vereinigung

Dresden (dpa/sn) - Wegen Verdachts der Gründung einer kriminellen Vereinigung hat die Soko Rex des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen die Wohnungen von sieben Verdächtigen in Dresden durchsucht. Die Beamten stellten am Dienstag Handys, ein Tablet und USB-Sticks, illegale Pyrotechnik, Anabolika sowie verbotene Gegenstände wie einen Totschläger sicher, wie das LKA und die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilten. Den mutmaßlichen Rechtsextremisten, gegen die die Soko ermittelt, werden auch mehrere Straftaten gegen Asylbewerber, politisch Andersdenkende und Polizisten in den Jahren 2015 und 2016 vorgeworfen.

Gegen sie und weitere Beschuldigte wird im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen vor einem Flüchtlingslager in Dresden und einer Erstaufnahmeeinrichtung in Heidenau (Sächsische Schweiz) ermittelt, bei denen auch mehrere Polizisten verletzt wurden. Dabei werden auch Verbindungen zur rechtsextremen «Freiwilligen Kameradschaft Dresden» (FKD) geprüft.

«Wir lassen die Szene nicht zur Ruhe kommen», sagte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Rande der Kabinettspressekonferenz. Aufgabe der im Juli wiederbelebten Soko Rex sei es, im Kampf gegen Rechtsextremismus den Fahndungsdruck hoch zu halten. Mit der ersten «Sonderkommission Rechtsextremismus» 1991 bis 2013 hatte der Freistaat gute Erfahrungen gemacht.

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