Rechte Hetze: TU Chemnitz um Wissenschaftsstandort besorgt

Chemnitz (dpa/sn) - Die TU Chemnitz ist nach den jüngsten Vorfällen mit dem gewaltsamen Tod eines Mannes und den folgenden Übergriffen und Demonstrationen um den Wissenschaftsstandort Chemnitz besorgt. Für die hervorragende Entwicklung der Stadt stehe neben der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung auch die des Wissenschaftsstandorts Chemnitz und damit der Universität, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Offenen Brief.

«Es hat uns schwer getroffen, dass die Ereignisse der letzten Tage diesem Engagement und dieser Entwicklung massiv zuwiderlaufen und aktuell das Bild von Chemnitz dominieren», schrieben Rektor Gerd Strohmeier und Maximilian Eibl, Prorektor für Lehre und Internationales.

An den acht Fakultäten der TU Chemnitz studieren rund 11 000 junge Menschen. 27 Prozent davon sind nach Angaben der Hochschule Ausländer. «Daran gemessen sind wir die internationalste Uni in Sachsen und im Bundesvergleich der staatlichen Unis die Nummer drei», sagte Uni-Sprecher Mario Steinebach.

Damit stehe die Hochschule für Weltoffenheit, Vielfalt und ein friedliches Miteinander, hieß es in dem Offenen Brief. «Die Bilder der letzten Tage, geprägt von Gewalt, Hass und Hetze, stehen in einem diametralen Gegensatz zum Selbstverständnis und zur gelebten Kultur an unserer Universität.»

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