Rege Wahlbeteiligung bei Landtagswahl in Sachsen

Der Trend bei der Wahlbeteiligung in Sachsen zeigt nach oben. Mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten gibt bis zum Nachmittag die Stimme ab.

Dresden (dpa/sn) - Bei der Landtagswahl in Sachsen ist die Wahlbeteiligung im Laufe des Tages weiter gestiegen. Bis 14.00 Uhr hatten mehr als ein Drittel aller Wahlberechtigten ihr Stimme abgegeben. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, lag die vorläufige Wahlbeteiligung landesweit bei 35,1 Prozent. Bei der vorigen Landtagswahl vor fünf Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 23,1 Prozent gewesen.

Gegenüber der vorangegangen Erhebung zwei Stunden zuvor ist damit die Wahlbeteiligung weiter gestiegen. Um 12.00 Uhr lag der Wert bei 26,2 Prozent (2014: 14,9).

In Dresden hatten nach Angaben der Stadt bis 14.00 Uhr bereits 61,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Zum gleichen Zeitpunkt vor fünf Jahren lag der Wert in der Landeshauptstadt lediglich bei 38,1 Prozent.

Ähnlich sah es auch in den beiden anderen großen Städten Sachsens aus. In Leipzig betrug die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr 49,3 Prozent und lag damit wesentlich höher als zum gleichen Zeitpunkt 2014 (28,0). Die Stadtverwaltung in Chemnitz vermeldete eine Wahlbeteiligung von 44 Prozent (2014: 24).

Noch bis 18.00 Uhr sind im Freistaat rund 3,3 Millionen Männer und Frauen zur Wahl aufgerufen. Es wird mit einer höheren Wahlbeteiligung gerechnet als 2014. Vor fünf Jahren hatten nur 49,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Die Wahllokale hatten am Sonntag um 8.00 Uhr geöffnet. Nach Auskunft des Statistischen Landesamtes verlief der Auftakt reibungslos. «Das Wahlgeschäft lief ordnungsgemäß an», sagte Referatsleiter Thomas Wolf.

Am Vormittag gaben auch zahlreiche Spitzenkandidaten der verschiedenen Parteien ihre Stimme ab. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte dabei die Menschen im Freistaat erneut dazu aufgerufen, zur Wahl zu gehen. «Gehen Sie wählen. Es geht darum, was wir in den kommenden Jahren erreichen können - es geht um die #Zukunft von #Sachsen», schrieb der Spitzenkandidat der CDU im Kurznachrichtendienst Twitter. Kretschmer hatte am Morgen gemeinsam mit seiner Partnerin Annett Hofmann im Gymnasium Klotzsche gewählt.

SPD-Landeschef Martin Dulig verband seine Stimmabgabe ebenfalls mit einem Aufruf. «Setzen wir mit Zuversicht, Menschlichkeit und Solidarität heute ein klares Zeichen gegen Angstmacherei und gegen einen Rechtsruck in unserer Gesellschaft», schrieb der Wirtschaftsminister auf Twitter.

In Sachsen steht die amtierende schwarz-rote Koalition auf der Kippe. Wie Linke, SPD, Grüne und die FDP abschneiden, ist daher von großer Bedeutung. Wahlumfragen zufolge müssen CDU und SPD mit deutlichen Verlusten rechnen. Erwartet wird ein Erstarken der AfD. Mit Stimmenzuwächsen können auch die Grünen rechnen. Ob die FDP wieder in den Landtag einzieht ist offen. Sie kam in Umfragen zuletzt auf 5 Prozent.

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