Region verliert 160.000 Menschen bis 2035

Nach einer neuen Prognose leben in spätestens zehn Jahren keine vier Millionen Menschen mehr in Sachsen. Der Rückgang trifft nicht alle Gegenden gleich - und lässt sich schwer aufhalten.

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19Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Interessierte
    27.05.2020

    Wenn die alten Leute ausgestorben sind , deren Kinder im Westen und auf der gesamten Welt verteilt sind , dann gibt es noch 2 Großstädte und 3-4-5 größere Städte …….
    und alles andere wird zur ´Grünen Wiese` mit ein paar Schlössern und Burgen und Weinrebenhängen zur allgemeinen Erholung für diese Menschen aus dem Westen und für ausländische Touristen ...

  • 2
    2
    Malleo
    26.05.2020

    Ich frage mich die ganze Zeit, wo denn all die "geschenkten Menschen" (KGE) für den demografischen Wandel und den Fachkräftezuwachs in den Auswertungen berücksichtigt sind.
    Danach müsste sich doch eine Entspannung ergeben und auch Sachsen sollte davon partizipieren oder doch nur NRW, Berlin, Bremen…?

  • 3
    0
    klapa
    26.05.2020

    BuboBubo - ein weiterer Hinweis darauf, mit wie wenig Faktenkenntnis hier manchmal operiert wird.

    Dass die daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht korrekt sein können, ergibt sich von selbst.

  • 9
    0
    BuboBubo
    26.05.2020

    @franzudo: „Die Alten, die jetzt im Osten hocken, haben oft schon wenige Kinder bekommen und diese leben weit weg.“

    Richtig ist: Die Alten, die jetzt im Osten hocken, haben als junge Familien in der DDR gehockt. Und dort war in den 70er und 80er Jahren – nach der Erholung vom „Pillenknick“ - die Geburtenrate etwa 1/3 höher als in der Alt-BRD. Das kann man anhand offizieller Statistiken leicht nachprüfen.
    Dass die Kinder dieser Generation nun oft weit weg wohnen, liegt wohl nicht so sehr am Kreuzfahrt-Glück, fetten Autos und dem ganzen Materialismus, sondern einfach daran, dass die „blühenden Landschaften“ im Osten meist Industriebrachen waren und für die Gründung eigener Familien keine Perspektive mehr boten.

  • 5
    0
    saxon1965
    26.05.2020

    @franzudo2013: Da kann ich ihnen nur bedingt Recht geben. Klar zum Einen kenne auch ich Menschen, die nach 1990 meinten "die Welt erobern zu müssen". Dass Materialismus einen solchen Stellenwert hat, ist jedoch Systembedingt und wird leider auch den Kindern schon gelehrt.
    Deshalb könnte es wohl am ehesten an der allgemeinen Ausrichtung des Systems und der Vermittlung gewisser Werte liegen, dass unsere Kultur so weinig Nachkommen hat.

  • 4
    6
    franzudo2013
    26.05.2020

    Kinder sind der größte Reichtum und die Familie ist die Quelle des Glückes.
    Die Alten, die jetzt im Osten hocken, haben oft schon wenige Kinder bekommen und diese leben weit weg. Da kann man mal überlegen, ob sich der ganze Materialismus gelohnt hat. Das große Auto und die Kreuzfahrt wiegen die Einsamkeit nicht auf. Deutschland schafft sich ab und Sachsen schafft sich ab. Andere Landsleute sind da klüger, die treten für ihre Familie und ihr Land ein.

  • 2
    6
    Alcapone
    25.05.2020

    @saxon1965: genau deshalb ja Familienwahlrecht! Familien sind größtenteils zukunftsorientierter in der Ausübung ihres Wahlrechtes, weil sie die Perspektive der nächsten Generation eher mitbedenken. 13 Mio Stimmen mehr - da würde sich jedes Wahlprogramm ganz schön ändern. Werde gleich mal meinen Bundestagsvertreter anschreiben, wann er sich dafür einsetzt.

  • 7
    0
    Malleo
    25.05.2020

    Ein paar Gedanken dazu.
    Geht der Arbeitsgesellschaft wirklich die Arbeit aus, was (angeblich) den aktuellen und noch kommenden Innovationsschüben geschuldet sein soll?
    Industrie 4.0, Digitalisierung und Roboterarbeit lassen durchaus erwarten, dass viele Waren automatisch hergestellt werden können.
    Menschliche Arbeitskraft- ein Auslaufmodell?
    Unternehmer, wie Gesellschaft müssen sich nicht mehr sorgen, Menschen sinnstiftend zu beschäftigen?
    Allen Innovationsschüben zum Trotz- noch ist die menschliche Arbeit Quelle aller Wertschöpfung und man erkennt in der Wahrnehmung immer erst den Wegfall an Arbeit und unterschätzt in der Regel das notwendig Neue.
    Wer sah die Entwicklungen (und den enormen Bedarf an IT Spezialisten) voraus, die mit Smartphone, Google, Internet und Facebook gleichzeitig verbunden waren?
    Auch der Blick auf die geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland widerspricht allen Prognosen einer Gesellschaft ohne Arbeit.

  • 5
    0
    saxon1965
    25.05.2020

    @Lexisdark: Natürlich ist es in manchen Bereichen so und die Automatisierung & Co. wird nicht alles ausgleichen.
    @Alcapone: Ich bin auch dafür, dass Menschen und nicht Maschinen, für Menschen da sind.
    Wenn es jedoch weniger Menschen gibt, braucht es auch weniger Produkte und Dienstleistungen.
    Dennoch, da gebe ich ihnen Recht, wird man sicherlich über einen gewissen Zeitraum auch Menschen für das Leben in Deutschland gewinnen müssen. Das diese dann auch arbeiten und kulturverwandt sein müssen, liegt auf der Hand. Wer sonst sollte dann die ganzen Sozialleistungen schaffen?
    Und ehe man sich am Begriff "kulturverwandt" stößt, sollte Jeder darüber nachdenken, ob es realistisch ist zu verlangen, dass ein junger leistungsfähiger Moslem eine alte Frau im Heim pflegt? Allerdingst möchte ich das Thema hier jetzt nicht vertiefen.
    Stellen wir uns doch einfach mal die Frage: Warum ist der Wunsch nach mehreren Kindern, bei jungen Deutschen so zurück gegangen? Hat da die Politik beim Arbeitsrecht, Kinderbetreuung, Bildung, gesellschaftlicher Ausrichtung u. a. m. die richtigen Weichen gestellt oder was müsste sich schnellstens ändern?

  • 8
    0
    Alcapone
    25.05.2020

    Die Dimension dieser kühlen Statistik können wir derzeit nur erahnen: es hat auf so viele Bereiche Auswirkungen - kommunale Leistungsfähigkeit, Ehrenamtsstrukturen, permanenter Stress Dinge zu reduzieren und zusammenzulegen, Abschiede von vielem Gewohnten, Pflege, ... Das alles lässt sich nicht mit Digitalisierung, KI, Automatisierung fluid machen. Wir brauchen tatsächlich Menschen und zwar möglichst nennenswert viele, möglichst kulturverwandt und ausgebildet. Da spielt Toleranz auch eine Rolle nämlich als Fähigkeit Unterschiede zu wollen und zu ertragen.

  • 8
    0
    Lexisdark
    25.05.2020

    @saxon Bezüglich der Automatisierung muss ich Ihnen widersprechen. In den Automobilwerken, wo ich bisher Anlagen aufgebaut habe, wurden die Mitarbeiter entlastet oder an anderen Linien eingesetzt. Gehäuse von Getrieben oder ein Motorblock setzt niemand mehr per Hand auf die Werkstückträger, viel zu schwer und schlicht ungesund. Und da dann inzwischen viel mehr in Rente gehen und wenig Nachwuchs auch bei VW und Co. nachkommt, MUSS man Personal reduzieren. Schlichtweg weil der Markt leer ist, was richtige Fachkräfte angeht. Und jemand mit abgeschlossenem Studium macht das eher selten.

  • 11
    2
    saxon1965
    25.05.2020

    Nun ich sehe die Überalterung, den s. g. Demographischen Wandel, nicht losgelöst von anderen Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Man darf zum Beispiel die fortschreitende Automatisierung nicht unterschätzen. Mit ganz wenigen Ausnahmen, nimmt der Bedarf an Manpower stetig ab und wenn man selbst zunehmend die Kunden Kassieren lässt, wird nicht mal mehr dieser Job benötigt.
    Selbst in der Bildung wird zunehmend die Digitalisierung voranschreiten, um Lehrer zu sparen bzw. weil man keine hat.
    Viel spannender wird die Frage der sozialen Gerechtigkeit zwischen den Generationen und Reich & Arm. Da wird es nicht mehr genügen, dass Arbeitende für Rentner zahlen. Hier sollten Jene, die von der Arbeitskraft anderer Menschen partizipieren, mehr zur Kasse gebeten werden, ganz besonders die, die "ihr Geld arbeiten lassen".

  • 7
    3
    Malleo
    25.05.2020

    872889
    Toleranz wofür?

  • 6
    6
    Alcapone
    25.05.2020

    Landschaftlich ist das Vogtland wie das Erzgebirge für Familien toll. Doch sucht man einen Kindergartenplatz für drei Kinder nach Umzu, Bauplatz für Familien, Verständnis beim Arbeitgeber, dass es neben dem Job auch noch drei kleine Kinder gibt (die ab und an mal krank sind) und Oma und Opa nicht um die Ecke wohnen, da wird es schon schwieriger. Ich bleibe bei meiner Forderung: Wahlrecht für alle ab 0 Jahren und bis zum 16. Lebensjahr wird es durch die Eltern ausgeübt, dann könnte ein Umdenken stattfinden, gleichwohl ich anerkenne, dass Politik im Rahmen ihres guten Willens Familien fördert.

  • 12
    9
    Echo1
    25.05.2020

    Meidet die Alten, meidet die Alten (MDR aktuell). Noch einen digitalen Gruss zum
    Abschied. Nein wir Alten müssen noch mal
    richtig Party machen. Waren wir nicht vor
    kurzen die mobilen, kauffreudigen und
    jungen Alten? Für uns sind Kinder und junge Menschen Zukunft und Lebenselexier. Altenheime wurden neben
    Kinderheimen gebaut.
    Und jetzt macht Ihr den jungen Menschen
    angst. Habt keine Angst. Die Alten nehmen
    den Kontakt mit Euch gern in Kauf.

  • 14
    2
    vonVorn
    25.05.2020

    @DS91,absolut richtig. Ein guter Freund hat vor vielen Jahren mal gesagt, "Deutschland kann als Billiglohnland nicht überleben" Sachsen scheint vorführen zu wollen das das stimmt.
    @872889, träumen Sie ruhig weiter, Toleranz reicht nicht wenn es immer schwieriger wird seine Rechnungen zu bezahlen.

  • 16
    6
    BuboBubo
    25.05.2020

    Als designierter "Vorrücker in das sterberelevante Alter“ spreche ich jetzt schon mal allen Hinterbleibenden mein herzliches Beileid aus.

  • 26
    25
    872889
    24.05.2020

    @DS91: Vielleicht braucht’s einfach etwas mehr Toleranz, damit Menschen hierher kommen und/oder hier bleiben.

  • 45
    7
    DS91
    24.05.2020

    Die Bevölkerung schrumpft, damit sich so kein Abstieg der Region entwickelt ist es um so wichtiger die Region attraktiver zu entwickeln.

    Dazu gehört eine gute Verkehrsanbindung und gute Wirtschafts/- Wissenschaftskonzepte. Die Abkehr vom Billiglohnland Sachsen! In den letzten Jahre wurde der Fokus überwiegend auf Leipzig und Dresden gelegt. Jüngst wird viel über die Lausitz gesprochen, Chemnitz und Westsachsen drohnen dabei aufs Abstellgleis zu geraten. Dresden und Berlin müssen endlich handeln und ernsthafte Bemühungen und Strategien für die Region entwickeln.

    Gute Bahnanbindung, direkte Flughafenanbinding, Weiterentwicklung der TU Chemnitz, neue Forschungszentren und Ministerien könnten die erste Initiative bilden!

    Die Kulturhauptstadt 2025 wäre zusätzlich ein großer Schritt für die Region. Wir dürfen uns nicht beirren lassen, Chemnitz und die Region hat sehr viel Potenzial, solche Entwicklungen sind nicht in Stein gemeißelt! ABER es braucht Ideen, Mut und viel Kraft!