Rentner aus der Region machen Druck

Streit um Betriebsrenten und Direktversicherungen

Chemnitz.

In Südwestsachsen schließen sich immer mehr Betroffene dem Verein für Direktversicherungsgeschädigte (DVG) an. Sie gehören zu den Millionen deutscher Arbeitnehmer, die in den 1980er- oder 90er-Jahren über ihren Arbeitgeber eine Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen haben, um fürs Alter vorzusorgen. Nun, bei der Auszahlung ihres Angesparten, müssen sie darauf aber nachträglich die vollen Beiträge an ihre Krankenkasse abführen - also sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil -, obwohl bei Vertragsabschluss davon keine Rede war und sie mitunter die Beiträge in der Ansparphase bereits entrichtet hatten. Hintergrund für diese sogenannte Doppelverbeitragung ist eine Gesetzesänderung. Da dieses Gesetz rückwirkend beschlossen wurde, betrifft es auch vor dem Jahr 2002 abgeschlossene Verträge. Im Schnitt verlieren Versicherungsnehmer laut DVG rund 20 Prozent des Auszahlungsbetrags. Klagen dagegen laufen seit Jahren ins Leere. Der DVG fordert eine Gesetzesänderung.juerg

Die erste und auch für Interessierte offene Versammlung der südwestsächsischen DVG-Regionalgruppe findet statt am Donnerstag, 15. August, ab 16.30 Uhr im Gebäude der Firma Iproplan in Chemnitz, Bernhardstraße 68. Mehrere sächsische Spitzenpolitiker haben ihr Kommen zugesagt.

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 4 Bewertungen
2Kommentare
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  • 1
    1
    Interessierte
    13.08.2019

    Klagen dagegen laufen seit Jahren ins Leere....
    ( das ist wie bei den Geschiedenen , wo von 800.000 nur noch 200.000 leben
    ( die warten so lange mit der Klärung , bis nur noch 10% leben und sagen dann , wir haben doch was getan ...

  • 9
    0
    OpaTroll
    12.08.2019

    Sehr gut.
    Das kann nicht sein, dass Verträge einfach rückwirkend geändert werden. Da wird andauernd gefordert, dass man vorsorgen soll und dann wird man dafür bestraft. ????



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