Rettungsgasse blockiert: Innenminister für höheres Bußgeld

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) will Autofahrer stärker zur Kasse bitten, die bei Unfällen Rettungsgassen blockieren. «Die jüngsten Vorfälle auf Autobahnen unterstreichen einmal mehr, dass wir den Bußgeldkatalog unter anderem bei gefährlichen Straßenverkehrsordnungswidrigkeiten anpassen müssen», sagte der Chef der Innenministerkonferenz (IMK) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. «Blockierte Rettungsgassen verhindern und verzögern die lebenswichtige Arbeit der Rettungskräfte. Das dürfen wir nicht hinnehmen.»

Bei der jüngsten IMK-Sitzung habe man sich auf eine Überprüfung der Sanktionen verständigt. «Wir werden das Thema mit dem Bundesverkehrsminister erörtern und bei der Frühjahrssitzung in Dresden einen aktuellen Stand vorstellen», so Ulbig. Zuletzt war es wiederholt zu Vorfällen auf Autobahnen gekommen. So gelangten vergangene Mittwoch Feuerwehrleute in Hessen auf der A5 bei Weiterstadt nur langsam zum Unfallort, weil Autofahrer hinter dem Rettungswagen hergefahren waren und den Weg für nachfolgende Einsatzfahrzeuge blockierten. Die Helfer mussten rund 800 Meter zu Fuß laufen. Die Feuerwehr kündigte juristische Schritte an und will gegen etwa 30 Blockierer Anzeige erstatten. Vor einigen Wochen mussten Sanitäter auf der A7 bei Kassel sogar zwei Kilometer bis zum Unfallort laufen, weil sie mit dem Rettungswagen nicht durchkamen.

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